Noch bis 11.09. in der Mediathek Man spricht deutsch - Segen und Fluch der Synchronbranche

In Deutschland klingen Filme deutsch – egal aus welchem Land sie kommen. Ein kinokino Extra über die Kunst des Synchronisierens, die in den 70er-Jahren dazu führte, dass Bud Spencer und Terence Hill Dinge sagten, die im Original nicht zu hören waren.

Stand: 04.09.2020

Cat Stevens (Terence Hill, 2. von links) und sein alter Freund Hutch Bessy (Bud Spencer, rechts) wollen zusammen mit Tom und Baby Doll (Luca Montefiori) einer Bande von Spitzbuben das schmutzige Handwerk legen. | Bild: BR/ARD Degeto

Elmar Wepper prägt nicht nur deutsche Produktionen – man hört ihn auch, wenn Mel Gibson in der deutschen Fassung über die Leinwand flimmert. Manchmal spricht ein Synchronschauspieler sogar diverse Stars: Thomas Danneberg ist zum Beispiel Terence Hill, Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger in einem.

Florian Kummert wirft einen detaillierten Blick auf die Synchronbranche. Der kinokino-Autor zeigt, wie der Klassiker "Casablanca" durch Synchronisation verfälscht und entpolitisiert wurde. Außerdem spricht er mit den deutschen Stimmen von Meryl Streep und Juliette Binoche und lässt mit "Synchron-Papst" Rainer Brandt das Kalauersynchronisieren wiederaufleben, das in der 70er-Jahre-Serie "Die Zwei" und in den Bud-Spencer-Filmen zur Kunstform erhoben wurde.