Helge Schneider erklärt Jazz Folge 9: Braucht man Noten im Jazz?

Noten im Jazz. Das ist für Helge eine klare Sache. Er braucht sie nicht. Nur manchmal. Aber dann nur als Hilfsmittel. Aber wenn er seiner Bigband die Noten wegnimmt, wird es chaotisch.

Von: Ulrich Habersetzer/Roland Spiegel

Stand: 01.05.2020 | Archiv

Noten sind Schall und Rauch. Das hat so ähnlich schon ein anderer weiser Mann gesagt. Johann Wolfgang von Goethe hieß der. Helge sagt das auch. Noten braucht er nicht. Manche Schüler denken sicher kurz vor der Zeugnisvergabe ähnlich. Helge meint aber die Noten im Jazz.

Schließlich ist der Jazz eine oral-tradierte Musik. Das schreibt auch wieder ein weiser Mann: Joachim-Ernst Berendt in seinem Jazzbuch. Also im Jazz funktioniert das so: Einer spielt was und ein anderer spielt es nach. Hören statt Lesen. Improvisieren statt Abspielen.

Aber was, wenn man die Akkorde nicht mehr weiß, wenn man die (Vorsicht: Musiktheorie!) Kreuz-Elf über der B-Neun nicht hört? Dann schaut auch Helge in die Noten, nur als Erinnerungshilfe. Mit Bigband wird es noch komplizierter. Aber die großen AdligenDuke und Count konnten auch das, ohne Noten und mit vielen Musikern. Helge hat das ebenfalls probiert.

Und es kam teilweise was dabei raus. Was mit Aussage und das ist für Helge wichtiger als jede Note.