Fichtenkartell Rap aus dem Sibirien Bayerns

Rap ist eine Weltsprache in mittlerweile unendlichen Dialekten. Jetzt auch dem waidlerischen, jedenfalls wenn das "Fichtenkartell" auftritt.

Stand: 16.04.2021

Das Fichtenkartell | Bild: BR

Rap auf Bayrisch von Krampus und CocaKoda. Beide kommen aus dem Bayerischen Wald. CocaKoda macht die Beats. Krampus schreibt die Texte und rappt. Zusammen sind sie das "Fichtenkartell". "Fichtenkartell ist eigentlich der Titel von einem Song, den ich mal geschrieben habe", erzählt Krampus. "Da sind wir drauf gekommen: Hey Fichtenkartell, nehmen wir den Namen, weil es einfach auch zu unserem Konzept passt. Also die Fichte, es gibt nichts was mehr Symbolkraft hat für den Bayerischen Wald als die Fichte. Und das Kartell. Mei das ist halt die Organisation, die halt im Verborgenem agiert. Du weißt nie, wer steckt denn da dahinter und die halt immer aufmischt und irgendwo immer präsent ist."

Markenzeichen: Falscher Bart und Waidlerisch

Anonym wollen sie unbedingt bleiben, deswegen tragen sie falsche Bärte, Trachtenhut und Sonnenbrille. Alles angezogen, was halt zuhause rumlag. Töne für Ihre Beats nehmen sie im Wald auf alles, was irgendwie Geräusche macht. Produziert wird im selbstgebauten Studio. Ihr Erkennungsmerkmal? Die Sprache, sagt Krampus: "Du findest einfach einen ganz anderen Zugang, zu deinem persönlichen Befinden. Wie drückst du was aus, wenn du das in deiner Sprache machst, in Mundart. Und vor allem das Waidlerische, der waidlerische Dialekt hat auch noch so Eigenarten. Besonderheiten. Er ist rau, grob, direkt. Vielleicht für manche Leute auch zu direkt, aber des macht es ja auch aus, weil tief unter der Oberfläche ist er auch ganz herzlich. So wie die Menschen bei uns sind, so ist halt auch der Dialekt."