"Das System Milch" Doku von Grimme-Preisträger Andreas Pichler

Milch von glücklichen Kühen? Haben wahrscheinlich die wenigsten im Kühlschrank. Der weltweite Milchkonsum steigt konstant, das Geschäft ist längst zur milliardenschweren Industrie angewachsen. Aber um welchen Preis?

Stand: 11.08.2020 | Archiv

Szene aus der Dokumentation "Das System Milch" von Andreas Pichler | Bild: Eikon Media und Miramonte Film, Martin Rattini / Tiberius Film

Ob in Europa, Asien oder Afrika: Das Geschäft mit der Milch steht für Lebensmittelproduktion mit nahezu unkontrolliertem Wachstum. Das romantisch verklärte Bild von glücklichen Kühen auf grünen Wiesen passt da nicht mehr dazu. Stattdessen: hochgezüchtete Tiere mit immensen Eutern, eingezwängt in enge Gatter und mit Melkmaschinen verbunden.

Grimme-Preisträger Andreas Pichler, zuletzt mit seiner Dokumentation "Der globale Rausch" im Kino, hat das System durchleuchtet. Er bereist mehrere Kontinente, trifft auf Bauern, die mit ihrer Existenz hadern, besucht Molkereivorstände, die vom unersättlichen Konsumenten schwärmen, spricht mit Lobbyisten und Wissenschaftlern.

Wie konnte es soweit kommen?

Im Fokus der 90-minütigen Dokumentation "Das System Milch" stehen diverse Fragen: Wie konnte es soweit kommen – vor allem wenn man bedenkt, dass weltweit fast zwei Drittel aller Erwachsenen laktoseintolerant sind? Wer treibt das Geschäft an? Welche Alternativen gibt es? Und: Was macht das alles mit unserer Gesundheit?

Die Dokumentation "Das System Milch" von Andreas Pichler kann noch bis zum 30. August in der arte Mediathek und hier gestreamt werden.