Dokumentation B12 - Gestorben wird im nächsten Leben

12 Jahre, komprimiert in 90 denkwürdige Minuten: Die Langzeitbeobachtung "B12 – Gestorben wird im nächsten Leben" ist die faszinierende Dokumentation eines bayerischen Mikrokosmos, in dem nicht weniger als das Leben selbst verhandelt wird.

Stand: 28.06.2020

Bilder aus der Serie | Bild: BR

"Wer früher stirbt, ist länger tot": Mit diesem bayerischen Kultfilm wurde Drehbuchautor Christian Lerch bekannt. Lenz, der grantige Protagonist in Lerchs Dokumentation "B12 – Gestorben wird im nächsten Leben" würde wohl ergänzen: "Wer früher stirbt, dem geht’s vui besser."

Lenz ist 89, seit einem Schlaganfall will der Altwirt der Raststätte B12 an der gleichnamigen Bundesstraße nur noch sterben. Aber es geht einfach nicht. Und weil’s nicht geht, will er auch nicht im Bett liegen bleiben. Also setzt er sich runter in sein ehemaliges Gasthaus, das nun von seinem Sohn Manni geführt wird. Er trinkt eine Maß, isst eine Leberknödelsuppe, diskutiert mit alten Stammtischfreunden über die großen und kleinen Dinge des Lebens.

Von Kritikern wurde Lerchs Langzeitbeobachtung als "außergewöhnlichster Heimatfilm der letzten Jahre" bezeichnet. Hier und in der BR Mediathek kann er noch bis zum 18. Juli gestreamt werden. Der Film ist zudem der lange Dokumentarfilm zu dem multimedialen Projekt, bei dem bereits die Webserie "B12 - Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens" entstand.