Capriccio Die Isar, Bayerns letzter Wildlfuss

Sie ist smaragdgrün vom Kalk des Karwendelgebirges, in dem sie entspringt: die Isar. Jetzt zeigt ein Bildband, dass Stromgewinnung und alle Regulierung sonst diesen bayerischen Fluss nicht zähmen kann.

Stand: 14.10.2020 10:52 Uhr

Die Isar entspringt im Karwendelgebirge auf der Tiroler Seite – und ist ein wirklich sehr lebhaftes Gewässer. Schon ihr Name zeugt von ihrer Wildheit: Isar ist zusammengesetzt aus den keltischen Worten ys (schnell, reißend) und ura (Wasser, Fluss). Auf den fast 300 Kilometern, die sie von den Alpen bis zu ihrer Mündung in der Donau zurücklegt, verändert sie Dutzende Male ihren Charakter.

Extrem artenreich

Aus dem Gebirgsfluss wird ein Strom, der sich auf unzählige Altwasserarme, Tümpel und Verzweigungen aufteilt. Er erzeugt kilometerbreite Auwaldgebiete, geprägt durch die Abwechslung von Hoch- und Niedrigwasser – Brutstätte und Lebensraum einer Vielzahl von Arten.

Ein neuer Bildband zeigt jetzt die Naturschätze der Isar zwischen Gebirge, Auenlandschaft und Stadt:
Karl Seidl und Christopher Meyer: Wilde Isar. Naturschätze zwischen Hochgebirge, Stadt und Auenlandschaft, ist bei Knesebeck erschienen.