ARD Themenwoche #Wie Leben – Bleibt alles anders

Wie wollen wir leben? Um diese Zukunftsfrage geht es in der ARD – aber unter den Bedingungen der Pandemie, die uns die Grenzen aller Planbarkeit so überdeutlich macht: Bleibt alles anders. Hier Highlights der Themenwoche vom 15. bis 21. 11.

Stand: 10.11.2020

ARD Themenwoche #Wie Leben | Bild: WDR/Annika Fußwinkel

Die Corona-Krise hat die ganze Welt zum Innehalten gezwungen, die Wirtschaft zwischenzeitig lahmgelegt, uns an unsere Grenzen gebracht – und neue Möglichkeiten eröffnet. Der ungewohnte Stillstand brachte viele dazu, bestehende Strukturen zu überdenken. Nichts schien mehr in Stein gemeißelt, alles geht vielleicht auch anders – und das galt plötzlich für fast alle Lebensbereiche. In vielen Fernseh- und Radiobeiträgen, in Filmen und Talkshows geht die ARD vom 15. bis 21. November unter Federführung des rbb der Frage nach, wie wir die großen Aufgaben der Zukunft bewältigen können.

Wasser – das knappe (Über)Lebenselexir

radioMikro läutet für die Kleinen die Themenwoche ein mit der Sendung:
Erst dreckig, dann sauber. Wie Kinder in Kenia ihr Trinkwasser filtern.
Eine studentische Gruppe der Oberbayerischen Technischen Hochschule Regensburg hat einen Wasserfilter aus Beton, Sand und Steinen entwickelt, den die lokale Bevölkerung vor Ort selbst aus Beton, Sand und Kieselsteinen nachbaut. So hat das Porjekt allein in Kenia 10.000 Menschen den Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht – und das auch während der Coronakrise und ohne alle Chemie.
Samstag 14.11., 18:30 Uhr, Bayern 2

Fridays for future mit Zukunft?

"Ich bin Greta"

Die Corona-Pandemie rückte den Kampf der jungen Leute gegen den Klimawandel in den Hintergrund, gleichzeitig zeigte die Krise, was politisch alles möglich ist – wenn der Wille dazu da ist.
Eine Dokumentation über Greta Thunberg im Ersten:
"Ich bin Greta"
"Ich bin Greta" erzählt die Geschichte der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg von Beginn ihres Schulstreiks vor dem schwedischen Parlament bis zur Entwicklung einer weltweiten Bewegung. Regisseur Nathan Grossmann folgt ihr auf dem Weg von Stockholm zur UNO, zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos und in den Vatikan zu Papst Franziskus.
Montag, 16.11., 23.20 Uhr im Ersten

Nachhaltige Ernährung – für alle

IQ – Wissenschaft und Forschung zeigt, wie das ginge:
Insekten als Ressource. Nahrung und Rohstoffe der Zukunft
10 Milliarden Menschen zu ernähren – das könnte die Herausforderung des Jahres 2050 sein. Mit einer Landwirtschaft, wie wir sie heute kennen, ist das nicht möglich: Man kann nicht große Mengen Soja und Mais als Tierfutter anbauen, wenn die Ackerfläche kaum für den menschlichen Bedarf reicht. Alternativen sind gefragt – und das könnten Insekten sein. Sie begnügen sich mit Pflanzenresten und liefern wertvolles Protein: ein ideales Tierfutter für Rinder, Schweine, Geflügel und Fische – aber auch auf dem menschlichen Speisezettel könnten sie einen Platz finden. Auch die EU macht bei den nachhaltigen und klimaschonenden Erneuerungen mit, Es gibt erste Zulassungen für Tierfutter aus Insekten auch hierzulande. Und vielleicht sind Insekten-Burger oder Insekten-Proteinriegel schon bald gar nicht mehr so exotisch?
Dienstag 17.11. 18:05 Uhr, Bayern 2

Massentierhaltung von heute

Die Dokumentation im rbb zeigt, warum wir mit der gegenwärtigen Massentierhaltung nicht weiter machen können:
"Das System Milch"
Wegen ihrer reinen Farbe und ihrer unumstrittenen Rolle als Kindernahrung hat Milch in unserer Gesellschaft eine hohe symbolische, ja beinahe mythische Bedeutung. Auf dem globalen Lebensmittelmarkt ist sie ein gefragter Rohstoff, mit dem knallhart gehandelt wird. Grimme-Preisträger Andreas Pichler blickt hinter die Kulissen der Milchindustrie und zeigt die Konsequenzen für Mensch, Tier und Umwelt.
Mittwoch, 18.11. 22:18 Uhr im rbb

Klimakatastrophe vor Gericht

Der Fernsehfilm im Ersten versetzt ins Jahr 2034, in dem Dürre und Hochwasser die Lebensgrundlage von Millionen Menschen vernichten.
"Ökozid"
Nach der dritten Sturmflut in Folge wurde der Sitz des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag geräumt. In einem provisorischen Interimsgebäude in Berlin wird die Klimakatastrophe zum Gegenstand eines juristischen Verfahrens. Zwei Anwältinnen vertreten 31 Länder des globalen Südens, die ohne Unterstützung der Weltgemeinschaft dem Untergang geweiht sind. Sie stellen die Frage nach Verantwortung, fordern Schadenersatz und ein Recht der Natur auf Unversehrtheit, um ihr eigenes Überleben zu sichern.
Mittwoch, 18.11.20:15 Uhr im Ersten

#Wie Leben: Das ganze Programm der ARD Themenwoche