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klaro-Thema: Naturkatastrophe Zyklon "Idai" kostet Hunderte Menschen in Südostafrika das Leben

Ein enormer Wirbelsturm hat Mitte März 2019 die Länder Mosambik, Simbabwe und Malawi verwüstet. Der Zyklon namens "Idai" hat dabei viele Städte und Dörfer zerstört – ganze Landstriche stehen unter Wasser. Viele Menschen sind gestorben, die Überlebenden haben kaum Nahrungsmittel und Wasser.

Von: Friederike Breyer

Stand: 29.03.2019

Mit seinen heftigen Regenfällen und Windböen hat "Idai" komplett verwüstete Gebiete im südlichen Afrika hinterlassen. Das Katastrophengebiet erstreckt sich über Hunderte Kilometer.

Ganze Landstriche hat Zyklon "Idai" in Mosambik zerstört.

Am schlimmsten betroffen sind die Menschen in Mosambik. Dort ist etwa eine halbe Million Häuser dem Erdboden gleich gemacht, in der Hafenstadt Beira gab es tagelang überhaupt keinen Strom. Ackerland zum Anbau von Getreide steht unter Wasser, deshalb ist die Ernte zerstört. Viele Straßen waren überhaupt nicht mehr befahrbar, so dass Hilfsorganisationen abgelegene Gebiete nicht erreichen konnten.

Tausende Menschen sind in Notunterkünften untergekommen und warten auf weitere Hilfe – denn Nahrungsmittel und vor allem Wasser gibt es kaum noch. Besonders schlimm ist, dass Hunderte Menschen den Zyklon nicht überlebt haben.    

Hilfsorganisationen befürchten, dass Krankheiten ausbrechen

Hilfsorganisationen versorgen die Bevölkerung in der betroffenen Region.

Damit nicht noch mehr Menschen sterben, sind viele Organisationen wie zum Beispiel UNICEF in das Katastrophengebiet gekommen. Weil es eben kaum noch sauberes Trinkwasser gibt, befürchten viele, dass Krankheiten ausbrechen könnten – etwa Cholera. Das ist eine Durchfallerkrankung, die durch dreckiges Trinkwasser übertragen wird und an der man im schlimmsten Fall sterben kann.

Deswegen setzen die Hilfsorganisationen alles daran, das Wasser mit technischen Geräten wieder trinkbar und sauber zu machen. Hilfe für die Menschen in den Katastrophengebieten kommt auch aus Deutschland: Das Technische Hilfswerk zum Beispiel ist mit einer speziellen Anlage vor Ort, die bis zu 10.000 Liter Wasser pro Stunde aufbereiten kann.

Nachgefragt: Wie entsteht eigentlich ein Zyklon?

Zyklone – also große Wirbelstürme – entstehen über tropischen Ozeanen und zwar häufig im Spätsommer. Denn dann ist das Meerwasser besonders warm, die Wassertröpfchen steigen in großen Dampfwolken in die Luft. Darunter entsteht ein Tiefdruckgebiet, in das immer mehr Luftmassen von allen Seiten her hineinströmen. Durch die Erddrehung beginnen sich auch die Luftmassen wie in einer riesigen Spirale zu drehen. In der Mitte des Wirbels ist es nahezu windstill – drumherum kreist der Wind mit 200 Kilometern pro Stunde und mehr. Erst wenn der Zyklon zum Beispiel das Festland erreicht, wird er schwächer.


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