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klaro-Thema: Zecken Neue Zeckenart entdeckt

Ixodes inopinatus – so lautet der komplizierte Name einer Zecke, die Wissenschaftler zum Auftakt der Frühlingssaison 2018 in Deutschland entdeckt haben. Sie stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum.

Von: Claudia Schaffer und Simone Wichert

Stand: 14.03.2018

Kinderzeichnung von Hannah der Klasse 4a der Grundschule Neu-Ulm Burlafingen zum Thema Zecken | Bild: BR

Sobald im Frühling die Sonne scheint und es wieder wärmer wird, werden Zecken aktiv. Gefährlich sind die Winzlinge vor allem, weil sie gefährliche Krankheiten übertragen können: die gefährliche Infektionskrankheit Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virusinfektion, die eine Hirnhautentzündung auslösen kann. Den zuverlässigsten Schutz vor einer FSME-Erkrankung bietet aus Sicht von Ärzten eine Impfung. Gegen die Borrelioseerreger gibt es keine Impfung.

Neue Krankheiten durch neue Zeckenart?

Neue Zeckenart Ixodes inopinatus.

Ob die neue Zeckenart Ixodes inopinatus auch die gefährlichen FSME- oder Borrelioseerreger überträgt, weiß man noch nicht. Wissenschaftler interessiert auch, ob die Zecke vielleicht neue Krankheiten übertragen kann wie zum Beispiel das Mittelmeerfieber. Auch ist unklar, wie lange Ixodes inopinatus schon in Deutschland lebt.

Bei Zeckenstichen am besten zum Arzt

Zecken lassen sich von Ästen oder Grashalmen auf Tiere oder Menschen fallen. Sie krabbeln unter die Kleidung und dann so lange am Körper entlang, bis sie ein schönes Plätzchen für ihre Mahlzeit gefunden haben. Wenn es uns juckt, ist es schon zu spät: Die Zecke hat zugestochen und sich vielleicht schon vollgesaugt. Am besten ist es, die Zecke mit einer speziellen Zeckenzange vorsichtig zu entfernen und einen Arzt aufzusuchen, vor allem wenn Symptome wie Fieber oder gerötete Hautstellen auftauchen. Frühzeitig erkannt, lässt sich Borreliose ganz gut behandeln.


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