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radioMikro-Kinderbuch-Tipp Zarah und Zottel - Ein Pony auf vier Pfoten (Jan Birck)

Was machen, wenn man neu im Viertel ist? Freunde suchen - klar. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach, stellt Zarah fest. Wie das Mädchen dann nicht nur "ein Pony auf vier Pfoten" als Freund gewinnt, erfahrt ihr in unserem radioMikro-Buchtipp.

Von: Susanne Vellmer

Stand: 08.01.2018

Buch-Cover "Zarah & Zottel - Ein Pony mit vier Pfoten | Bild: FISCHER Sauerländer; Montage: BR

Zarah ist vielleicht sieben oder acht Jahre alt, hat schwarze dunkle lange Locken und kann den Krach kaum ertragen, den ihre Mutter mit der Bohrmaschine macht. Überall stehen die Umzugskartons herum und Zarah ist ziemlich langweilig. Freunde müssen her und weil Zarah alles andere als langweilig ist, macht sie sich auf die Suche. Allerdings wollen die Kinder im Hof nichts von ihr wissen. „Geh besser wieder dahin, wo du hergekommen bist!“, ruft Hubert, der Anführer der Kinder-Bande. Enttäuscht geht sie wieder in ihre Wohnung. Ihre Mutter hat immer noch keine Zeit für sie. In ihrem Zimmer hat Zarah dann eine Idee: Wenn die Kinder nicht mit ihr befreundet sein wollen, dann sucht sie sich eben ein Pony als Freund. Gesagt - getan. Am nächsten Morgen zieht Zarah los.

"Die Tür bimmelt, als Zarah den Laden für alles betritt. 'Ich suche ein Pony!', verkündet sie. Der Verkäufer lächelt freundlich und fragt: 'Wie kommst du denn da drauf?' 'Na, ganz einfach: Ich klettere hoch! Bis ich draufsitze', erklärt Zarah dem Mann. Der reibt sich das Kinn und kratzt sich am Kopf. Dann sagt er: 'Da hätte ich was für dich! Aber du solltest es erst mal ausprobieren. So ein Pony muss ja gut zu einem passen!' 'Genau. Und in den Aufzug!'"

Jan Birck, Zarah und Zottel - Ein Pony auf vier Pfoten

Infos zum Buch:

Zarah & Zottel - Ein Pony auf vier Pfoten
Von Jan Birck
FISCHER Sauerländer 2017
Ab fünf Jahren

Zarah findet ihr Pony auf vier Pfoten und das hilft schließlich irgendwie mit, dass die anderen Kinder sie auch mögen. Aber wie, wird hier nicht verraten.

So gefällt uns das Buch:

Der Autor Jan Birck findet genau die richtige Mischung aus sprachlichem Witz, lustigen Illustrationen und einer durchaus tiefgründigen Geschichte zum Thema Freunde. Das macht dieses Buch so empfehlenswert. Da ist für jeden etwas dabei: Für die Kleineren die Pony-Geschichte, obwohl das Pony gar kein richtiges Pony ist. Für die Größeren die Geschichte um Freundschaft und die Einsicht, dass man sich die auch manchmal hart erkämpfen muss. Und für die Erwachsenen ist es lustig, wie die Kinder in dem Buch alles ganz wortwörtlich nehmen. Mit seinen 64 Seiten und der reichhaltigen, witzigen, leicht an Comic-Stil erinnernden Illustration ein Buch, das sich ruck-zuck lesen lässt. Eines, dass in keinem Kinderzimmer fehlen sollte!


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