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Vögel beobachten Zählung der Wintervögel 2020

Die "Stunde der Wintervögel" gibt es in Bayern schon seit 15 Jahren. In ganz Deutschland wird seit 2011 gezählt. Dieses Jahr haben mehr als 110.000 Menschen mitgemacht. Die freiwilligen Helfer zählten am Wochenende vom 10. bis zum 12. Januar 2020 eine Stunde lang alle Vögel, die sie gesehen haben.

Von: Friederike Breyer, Katrin Stadler und Bernhard Schulz

Stand: 17.01.2020

Warum werden die Vögel gezählt?

Der Landesbund für Vogelschutz will herausfinden, welche Vögel im Winter bei uns bleiben und wie viele es sind. So können die Ausbreitung von Krankheiten oder die Folgen der Klimaänderung beobachtet werden.

Wer lässt sich beobachten?

Typische Vögel, die den Winter in Bayern verbringen, sind Spatz, Amsel, Kohlmeise und Blaumeise, Bergfink, Buntspecht, Eichelhäher oder Dohle.

Wer fliegt davon?

Manchen Vögeln ist es zu kalt nördlich der Alpen, sie fliegen in den Süden. Es sind die sogenannten Zugvögel. Bei den Zugvögeln gibt es Langstrecken-, Mittel- und Kurzstreckenflieger.

Langstreckenflieger sind zum Beispiel Nachtigall, Rauchschwalbe, Mehlschwalbe, Kuckuck, Mauersegler und Weißstorch. Sie fliegen über das Mittelmeer und über die Sahara, oft sogar noch viel weiter bis nach Südafrika. Dabei legen manche Vögel mehr als 9.000 Kilometer zurück!

Mittelstreckenflieger wie der Kranich oder der große Brachvogel fliegen bis Südeuropa oder Nordafrika. Das ist eine Strecke von etwa 2.000 Kilometern, die sie fliegen müssen.

Kurzstreckenflieger wie Buchfink, Rotkehlchen oder Star fliegen gerade einmal über die Alpen. In die italienische Po-Ebene sind es aber trotzdem immerhin 400 Kilometer, die sie vor sich haben. Da die Winter immer milder werden, bleiben viele der Kurzstreckenflieger einfach in Bayern und sparen sich die gefährliche Reise.

Mit dem Thema beschäftigt hat sich die Klasse 4a der Grundschule aus Baldham.

Mit scharfen Gläsern auf der Vogelpirsch nach Amsel, Grünfink und Buntspecht. Ihre Beobachtungen haben sie nicht nur dem Landesbund für Vogelschutz gemeldet, sondern auch den BR-Reporterinnen Friederike Breyer und Katrin Stadler vom klaro-Team.


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