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klaro-Lupe: Wilderei Wilderer töten mehr als 1.000 Nashörner

In Südafrika haben Wilderer im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Nashörner getötet. Warum?

Von: Johanna Kempter und Simone Wichert

Stand: 09.03.2017

In Südafrika haben Wilderer im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Nashörner getötet. Südafrika ist das Land, in dem weltweit die meisten Rhinozerosse leben – aber dort ist die Wilderei auch am schlimmsten.

Gesund durch pulverisiertes Horn?

Wilderer in Südafrika stehen um ein Nashorn ohne Horn.

Die Menschen jagen die Tiere, weil sie ihre Hörner verkaufen wollen. Das ist verboten, aber auf dem Schwarzmarkt kann man mit dem Horn viel Geld verdienen. Es wird vor allem an Asiaten verkauft. Viele von ihnen glauben, dass man mit Hornpulver Krankheiten heilen kann. Eine teure Medizin: Ein Kilo Horn kostet etwa 60.000 Euro.

Bald keine Nashörner mehr in Afrika?

Zwei Breitmaulnashörner.

Auch in Asien haben früher viele Rhinozerosse gelebt. Heute sind es wegen der Wilderei nicht mehr so viele. In Vietnam ist das Java-Nashorn sogar ganz ausgerottet worden. Tierschützer sorgen sich darum, dass es auch in Afrika irgendwann keine Rhinos mehr geben könnte. Das Breitmaulnashorn galt Anfang des 20. Jahrhunderts schon mal als fast ausgestorben.

Nashörner in deutschen Zoos

Sanjai, das Panzernashornbaby aus dem Nürnberger Zoo.

Übrigens: Auch in Deutschland leben Nashörner – aber natürlich nur im Zoo. In Nürnberg ist vor wenigen Tagen ein Rhinobaby geboren worden. Es ist ein Männchen und heißt Sanjai. Schon bei seiner Geburt am 1. März war es 60 Kilo schwer.


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