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Wie wird das Wetter? Von Wetterfröschen und Wetterbeobachtern

Schnee, Hagel, Sonne? Schon immer wollten die Menschen gerne wissen, wie das Wetter wird. Und nicht immer nur deswegen, um die Kleidung richtig auszuwählen. Früher halfen Wetterfrösche und Bauernregeln, heute sagen Meteorologen das Wetter voraus!

Von: Annabelle Zametzer und Simone Wichert

Stand: 26.03.2018

Ein Frosch sitzt auf einer Leiter in einem Glas. | Bild: pa/dpa/Patrick Pleul

Zu wissen, wie das Wetter wird, ist für viele Menschen sehr wichtig: Bauern müssen ihre Ernte einfahren, bevor es regnet. Bergsteiger und Wanderer sollten den Rückzug aus den Bergen antreten, bevor ein Gewitter aufzieht. Auch die Schifffahrt richtet sich nach der Wettervorhersage.

Wetterfrösche und Bauernregeln

Die erste Wetterkarte ist aus dem Jahr 1876.

Früher sollten Frösche dabei helfen: Man hatte nämlich beobachtet, dass Laubfrösche bei gutem Wetter an Pflanzen nach oben klettern. Dies tun sie auch, wenn man sie als "Wetterfrösche" in ein Glas setzt, in dem eine kleine Leiter steht: Bei gutem Wetter klettern sie daran hoch.

Außerdem beobachteten die Menschen das Wetter übers Jahr ganz genau und stellten Regeln auf, die sogenannten Bauernregeln. Zum Beispiel: "Abendrot Gutwetterbot' – Morgenrot mit Regen droht." Oder: "Wenn die Schwalben tief fliegen, gibt es bald Regen." Die beiden Regeln stimmen – meistens zumindest. Manchmal sind die Regeln aber auch falsch, frei nach dem Motto: "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter – oder es bleibt wie es ist."

Wetterkarte mit Hoch- und Tiefdruckgebieten.

Übrigens nennt man auch heute noch Meteorologen, also die Menschen, die sich mit allem rund um Wetter und Vorhersage gut auskennen, manchmal "Wetterfrösche". Die tierischen Wetterfrösche klettern jedoch übrigens deswegen nach oben, weil bei gutem Wetter ihre Nahrung - kleine Insekten - höher fliegt. Auch Schwalben liegen ihrer Nahrung hinterher: Kurz vor dem Regen fliegen sie tiefer.


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