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Weltrekord Zwei BR-Moderatoren senden 72 Stunden durch

"Dauerfernsehen" ist bei Eltern meistens nicht beliebt. Die benutzen das Wort oft schon nach einer Stunde glotzen. Jetzt, im November 2019, haben zwei Moderatoren des Bayerischen Rundfunks einen Weltrekord im Dauer-Fernseh-Moderieren aufgestellt: Drei ganze Tage und Nächte hat ihre Mega-Sendung gedauert.

Von: Katrin Stadler

Stand: 18.11.2019

72 Stunden lang musste immer mindestens einer von beiden im Studio moderieren. Schlafen konnten Ariane Alter und Sebastian Meinberg also nur abwechselnd und es war auch nur mal kurz erlaubt. Sowas wie Essen oder Zähneputzen musste dann halt "nebenbei" vor laufender Kamera gehen.

Überwacht von einer Richterin des "Guinness Buch der Rekorde" haben Ariane Alter und Sebastian Meinberg im Sender ARD-alpha es geschafft, den bisherigen Rekord zu brechen. Für den hatten 2014 zwei Moderatorinnen im syrischen Fernsehen 70 Stunden lang moderiert.

Die wichtigsten Regeln:

  • Jede Stunde gibt es andere Gäste im Studio, mit denen die Moderatoren Gespräche führen oder verschiedene Aktionen durchführen.
  • Im Studio muss immer Publikum anwesend sein, auch nachts. Die Zuschauer müssen aber nach spätestens vier Stunden wechseln.
  • Jedem der beiden Moderatoren stehen pro Stunde fünf Minuten Pause zu. Die Pausenminuten kann man auch ansammeln, um zum Beispiel nach zwölf Stunden mal eine Stunde zu schlafen.
  • Während der ganzen Sendezeit sind mehrere Schiedsrichter im Einsatz, die mitschreiben und überwachen, dass alle Regeln eingehalten werden.

Andere verrückte Rekorde

Schneller, mehr und weiter – darauf kommt es an, wenn man im Guinness Buch landen will.

  • Möglichst schnell wollte der Geiger David Garrett das berühmte Stück "Der Hummelflug" von Rimski-Korsakow spielen. Er hat es in 66 Sekunden fehlerfrei geschafft.
  • Möglichst viele Schuhplattler sollten im Mai 2019 gemeinsam Platteln. Im oberbayerischen Antdorf haben 1.312 Buben und Männer zusammen die Ambosspolka geplattelt und damit den vorherigen Rekord geknackt.
  • Möglichst hoch sollte das Toastbrot aus dem Toaster springen. 2,60 Meter ist der Rekord, den ein Mann aus Großbritannien mit seinem extra dafür konstruierten Gerät aufgestellt hat.

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