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klaro-Thema: Wandern Wanderregeln für Österreich

Wer in den österreichischen Bergen wandern geht, sollte künftig über die dort geltenden Wanderregeln aus dem "Aktionsplan sichere Almen" Bescheid wissen.

Von: Katrin Stadler

Stand: 20.03.2019

Nach einem schlimmen Unfall im Jahr 2014 auf einer Alm in Tirol sollen sich jetzt alle Wanderer darüber informieren, wie man sich freilaufenden Almkühen gegenüber zu verhalten hat. Wer sich nicht an die Empfehlungen hält, kann dafür bestraft werden.  

Tödlicher Unfall mit Kühen

Eine Kuh beschützt ihr Kalb, und wenn sich die Mutter bedroht fühlt, kann es leider auch zu Angriffen gegen Menschen kommen.

Eine Urlauberin war damals von einer Kuhherde überrannt und dabei getötet worden. Die Kühe fühlten sich durch ihren Hund bedroht und bekamen deswegen Panik. Nachdem der Fall Anfang 2019 noch einmal vor Gericht behandelt wurde, reagiert Österreich jetzt mit einem so genannten „Verhaltenskodex“ für Wanderer. Darin soll zum Beispiel erklärt werden, wie man Weideflächen durchwandern kann, ohne die Tiere zu reizen. Vor allem mitgebrachte Hunde können dort zum Problem werden.

Verhaltenskodex im April

Zum Beginn der Wandersaison im Frühjahr sollen die Verhaltensregeln veröffentlicht werden. Es gehe dabei darum, das Miteinander von Almbauern, Tieren und Besuchern sicherer zu machen. Schließlich seien alle voneinander abhängig: Ohne Almtiere, die in den Bergen weiden, würden Bergwiesen so zuwuchern, dass man dort nicht mehr entlangwandern könnte.

Die Wanderin auf Antonias Bild macht es richtig, sie bleibt auf dem Weg.

Auch in den bayerischen Bergen trifft man beim Wandern im Sommer oft auf Kühe. Im Moment wird noch darüber beraten, ob ähnliche Regeln wie in Österreich auch in Deutschland eingeführt werden sollen.


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