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Wetter Wärmster Januar in Europa seit 39 Jahren

Europa knackt seinen bisherigen Temperaturrekord für Januar. Insgesamt war es im ersten Monat des Jahres 2020 über drei Grad wärmer als normalerweise zu dieser Zeit - fast frühlingshaft. Doch wie werden diese Daten eigentlich gesammelt?

Von: Eleonore Birkenstock, Christine Weirauch und Johannes Keller

Stand: 14.02.2020

Seit 39 Jahren messen Wetterforscher Temperaturen und schreiben sie genau auf. Seither war es in Europa im Januar noch nie so warm wie 2020. Durchschnittlich ganze 3,5 Grad wärmer als normalerweise.

Viel zu warmer Norden

In Deutschland fiel der erste Monat des Jahres im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht ganz so extrem aus. Bei uns war der vergangene Januar der fünftwärmste. Der Temperaturrekord kam also zustande, weil es im Norden von Europa, besonders in Skandinavien und Russland, umso wärmer wurde.

Messen, messen, messen!

Die genauen Daten kennen die Wetterforscher durch ihre Messungen. Auf der ganzen Welt sammeln sie Daten mithilfe moderner Messgeräte. Die befinden sich an den verschiedensten Orten.

Wie wird das Wetter erforscht?

Satellit

Wettersatelliten helfen den Meteorlogen, also den Wetterforschern, vom All aus. Sie messen an Stellen, wo man sonst nur sehr schwer messen kann. Die Daten schicken sie dann auf die Erde. Wirklich praktisch, denn vor allem auf den großen Ozeanen und in den Wüsten kann man nicht so einfach Wetterstationen aufbauen.

Wetterstation

Silometer, Disdrometer, Sonnenphotometer – auf einer Wetterstation findet man jede Menge Messgeräte. Hier messen Wetterforscher zum Beispiel den Abstand der Wolken zur Erde, die Regenmenge oder sie ermitteln, welche Teilchen sich in der Luft befinden. Das alles ist wichtig für die Wettervorhersage.

Flugzeuge

Manche Flugzeuge liefern aktuelle Informationen aus der Luft. Die Messgeräte sitzen meist ganz vorne an der "Schnauze" des Flugzeugs. Dort sammeln sie automatisch Daten über die Temperatur, Windrichtung und Feuchte auf der Flugroute und ergänzen damit die Messungen aus dem All und von der Erde.

Schiffe

Auf hoher See werden ähnliche Messungen wie an Land gemacht. Zusätzlich kann man von Schiffen aus zum Beispiel aber noch die Wassertemperatur oder die Wellen messen. Denn auch die Temperatur der Meere hat Einfluss auf unser Wetter.

Wetterboje

In den Ozeanen gibt es ungefähr 750 Messbojen. Normalerweise sind die Bojen größer als auf dem Bild und fest auf dem Meeresgrund verankert. Ihre Daten schicken sie per Funk und per Satellit an Land. Sie befinden sich vor allem an Orten, an den selten Schiffe vorbeifahren.

Die hohen Temperaturen im Januar haben die Schülerinnen und Schüler aus Oberfranken sehr beschäftigt. Auf ihren Bildern haben sie mehrere Auswirkungen des neuen Wärmerekords gemalt.

Mit dem Thema beschäftigt hat sich die Klasse 4a aus Ebersdorf.

Die Reporterinnen Christine Weirauch und Lori Birkenstock haben die Schülerinnen und Schüler in Ebersdorf bei Coburg besucht. Wenn es im Januar schon keinen Schnee zum Schlittenfahren gibt, dann haben die Kinder der klaro-Klasse zumindest die Möglichkeit schwimmen zu gehen. Die Schule hat nämlich ein eigenes Hallenbad.


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