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Vulkan Taal Vulkanausbruch auf den Philippinen

Auf den Philippinen ist der Vulkan Taal ausgebrochen. Die Philippinen sind ein Inselstaat in Südostasien und liegen im Pazifik. Sie bestehen aus über 7.500 Inseln. Es gibt dort viele aktive Vulkane.

Von: Johannes Keller, Oliver Fritzel, Bernhard Schulz

Stand: 24.01.2020

Plötzlich spuckte der Vulkan Rauch

Am Sonntag, den 12. Januar, ging es los. Der philippinische Vulkan Taal spuckte Rauch und Asche, die Erde bebte. Die Rauchwolke reichte weit in den Himmel. Viele tausend Menschen flohen noch am gleichen Tag. Die Gegend ist dicht besiedelt und es waren auch viele Touristen dort. Denn der Vulkan ist beliebt; er liegt landschaftlich sehr schön inmitten eines Sees, nicht weit von der Hauptstadt Manila entfernt.

Die Asche deckte alles zu

Die Asche, die der Taal ausstieß, fiel auf die Dörfer der Umgebung und deckte alles zu. Ein Umkreis von 14 Kilometern wurde zur Gefahrenzone erklärt und die Bewohner mussten daraus fliehen. Sogar im weiteren Umkreis fiel der Unterricht an den Schulen aus und die Menschen mussten Masken vor dem Gesicht tragen, um nicht zu viel Asche einzuatmen.

Der letzte Ausbruch war vor über 40 Jahren

Der Taal war 1977 zuletzt ausgebrochen. Erdbeben und vulkanische Aktivität sind auf den Philippinen nicht ungewöhnlich. Zuletzt vertrieb dort der Vulkan Mayon im Januar 2018 zehntausende Menschen, nachdem er Millionen Tonnen Asche, Steine und Lava in die Luft geschleudert hatte.

Die Gefahr ist noch nicht vorbei

Obwohl sich der Vulkan Taal inzwischen etwas beruhigt hat, ist die Lage noch gefährlich. In seinem Inneren brodelt es weiter. Der Vulkan steht unter Druck und es kann jederzeit wieder einen Ausbruch geben, sagen die Fachleute. Mehr als 235.000 Menschen sind geflohen und warten, bis sie wieder zurückkehren können. Bis dahin müssen sie in Notunterkünften leben.

Vielen fehlt aber die Geduld. In den letzten Tagen sind etliche Bewohner zurückgekehrt, obwohl die Polizei dringend davon abgeraten hatte. Der Polizeichef warnte die "sturen Bewohner" sogar im Radio. Das kümmert aber viele Menschen nicht, denn sie haben Angst um ihre Tiere und ihre Häuser. Sie wollen ihren Besitz und das Leben, das sie sich dort aufgebaut haben, nicht aufgeben.

Was ist der "Pazifische Feuerring"?

Rund um den Pazifik liegen mehr als 450 aktive Vulkane. Außerdem sind dort viele Gegenden, in denen es häufig Erdbeben gibt. Die Platten der Erdkruste stoßen dort besonders heftig aneinander und reiben sich ständig. Jederzeit kann es irgendwo auf dem "Pazifischen Feuerring" zu Vulkanausbrüchen oder Erdbeben kommen. Auch Kalifornien in den USA liegt auf dem "Feuerring". Großstädte wie Los Angeles zum Beispiel leben ständig mit der Gefahr eines großen Erdbebens.

Bildergalerie zum Thema

Mit dem Thema beschäftigt hat sich die Klasse 4a der Anni-Pickert Grundschule in Poing.

Johannes Keller und Oliver Fritzel waren in Poing bei den Kindern der 4a. Die Schülerinnen und Schüler wussten sehr viel über Vulkane und den Vulkanausbruch auf den Philippinen. Sogar auf Englisch, denn die Klasse wird zweisprachig unterrichtet, zum Beispiel im Heimat- und Sachkundeunterricht.


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