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klaro-Thema: Südamerika Venezuela - Ein reiches Land in der Staatskrise

Seit Mitte Januar 2019 ist der Staat Venezuela in Südamerika immer wieder in den Nachrichten. Denn dort streiten zwei Männer um die Macht: der bisherige Präsident Nicolas Maduro und der Präsident des Parlaments Juan Guaidó. Maduro will Präsident bleiben, Guaidó sagt, er löst ihn jetzt ab.

Von: Constanze Kieser

Stand: 08.02.2019

Venezuela ist eigentlich sehr reich. Es besitzt so viel Erdöl wie kein anderes Land. Erdöl brauchen alle Staaten der Erde, denn man benötigt es für Benzin für die Autos, zum Heizen der Häuser und um Plastik herzustellen.

Die Menschen in Venezuela protestieren gegen den Präsidenten Nicolas Maduro.

Doch die Menschen, die in Venezuela leben, haben fast nichts von diesem Reichtum. Viele von ihnen haben keine Arbeit, kaum etwas zu Essen und können sich keine Medikamente kaufen. Sie sind also wütend auf ihre Regierung und ihren Präsidenten Maduro. Millionen Menschen sind in den letzten Jahren aus Venezuela in andere Staaten geflüchtet und hoffen dort auf ein besseres Leben. Im Land haben viele Tausende Menschen gegen Maduro protestiert. Doch es gibt auch viele in Venezuela, die wollen, dass Maduro an der Macht bleibt. Sie meinen, der Präsident ist ja gewählt worden. 

Wie geht es weiter in Venezuela – das weiß im Moment niemand

Der Politiker Juan Guaidó möchte Präsident von Venezuela werden.

Der junge Politiker Guaidó hat sich nun selbst zum Präsidenten erklärt. Maduro meint, das ist nicht erlaubt. Um Präsident zu werden, muss es nämlich erst eine Wahl geben. Maduros Gegner sagen, die letzte Wahl ist nicht fair abgelaufen und soll wiederholt werden. 

Nicolas Maduro ist der gewählte Präsident Venezuelas.

Viele andere Staaten auf der Welt sind sehr daran interessiert, wie es jetzt in Venezuela weitergeht. Die Europäische Union und die USA haben schon gesagt, dass sie für Guaidó sind. Auch Deutschland hat ihn als Präsidenten schon anerkannt. Russland ist anderer Meinung und unterstützt Maduro. Alle hoffen aber, dass es jetzt im Land keinen Bürgerkrieg gibt.


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