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klaro-Thema: Wasser Verunreinigtes Trinkwasser in Unterfranken

Mitte September 2018 ging es in Teilen der Landkreise Würzburg und Main-Spessart hauptsächlich um ein Thema: Wann kann das Leitungswasser wieder ohne Bedenken genutzt werden? Nach drei Wochen dann endlich Entwarnung für alle.

Von: Johannes Keller

Stand: 12.10.2018

Knapp 50.000 Menschen in Unterfranken atmen auf: Das Wasser aus der Leitung ist wieder gesäubert. Eine Trinkwasseruntersuchung Mitte September ergab, dass sich sogenannte Fäkalkeime im Wasser befanden. Das sind Keime, die krank machen können. Zum Beispiel verursachen sie bei manchen Menschen Magenschmerzen und Durchfall.

Abkochgebot für 17 Gemeinden

Deswegen galt über Wochen für 17 unterfränkische Gemeinden ein sogenanntes Abkochgebot. Das heißt, das Wasser aus der Leitung musste zum Beispiel vor dem Trinken, Zähne putzen oder Hände waschen erhitzt werden, bis es kochte. Nur so konnte man sicher gehen, dass die Keime abgetötet und unschädlich gemacht werden.

Chlor gegen die Keime

Um Keime endgültig aus dem Wasser zu bekommen, setzt man in der Regel Chlor ein. So auch in Unterfranken. Das Wasser, das während dieser Chlorbehandlung aus den Hähnen läuft, riecht deswegen etwa so wie das Wasser im Schwimmbecken eines Hallenbads. Für den Menschen ist das nicht gefährlich. Man kann das Wasser problemlos trinken, aber es schmeckt nicht besonders gut.

Wie sind die Keime ins Wasser gekommen?

Sicherheitshalber wird das Wasser in der Region weiterhin gechlort. Denn nach wie vor steht nicht fest, wie die Keime ins Wasser gelangen konnten. Es gibt mehrere Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Rohrbruch oder eine Übertragung der Keime durch Mücken. Was also in diesem Fall die tatsächliche Ursache war? – "Keime Ahnung!"


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