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klaro-Thema: Umwelt Südpol bekommt kein neues Schutzgebiet

Pinguine, Seeelefanten, Wale, Robben und Seevögel leben im sogenannten Weddell-Meer am Südpol. Um ihren Lebensraum zu erhalten, sollte ein neues riesiges Schutzgebiet in der Antarktis entstehen. Daraus wird erstmal nichts.

Von: Claudia Schaffer

Stand: 23.11.2018

Bei einer internationalen Konferenz konnten sich die Teilnehmer nicht darauf einigen, das Weddell-Meer zu schützen. Das Gebiet ist etwa fünf Mal so groß wie Deutschland. Die Idee für das neue, riesige Meeresschutzgebiet hatte die Europäische Union. Russland, China und auch Norwegen waren aber dagegen.

Im Weddell-Meer gibt es seltene Tierarten

Schon bald soll es einen neuen Versuch geben, das Weddell-Meer doch noch unter Schutz zu stellen, um es zu erhalten. Denn bislang gibt es dort kaum Fischerei, auch weil große Teile des Meeres ständig von Eis bedeckt sind. Wegen des Klimawandels wird jedoch erwartet, dass Fangflotten auf der Jagd nach Krill und Seehecht bald dorthin kommen. In anderen Gebieten werden schon jetzt jährlich viele tausend Tonnen Krill gefischt. Das bedroht das Ökosystem, zum Beispiel Tierarten auf dem Meeresboden, die es sonst nirgendwo gibt.


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