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Zugvögel Wo sind die Störche im Winter?

Immer mehr Storchenpaare leben gerne in Bayern - zumindest im Sommer. 2019 wurden über 600 Störche in Bayern beobachtet. Wenn es zu kalt wird, ziehen die schwarzweißen Vögel in wärmere Gegenden. Von manchen weiß man ganz genau, wo sie sich aufhalten. Oda Wieding vom Landesbund für Vogelschutz hat regelmäßig Kontakt zu ihnen.

Von: Katrin Stadler

Stand: 27.11.2019

Störche sind Zugvögel. Im Herbst machen sie sich auf den Weg zu einem geeigneten Winterquartier. Hauptsache, dort gibt es genügend zu fressen. Das Mittelmeer ist zu groß, um es zu überqueren. Weißstörche, die nach Afrika wollen, müssen also entweder östlich oder westlich drum herum fliegen.

Dieser Storch hat es geschafft und ist in Marokko gelandet. Beobachtungen haben aber gezeigt, dass viele Störche gar nicht bis Afrika fliegen. Wer schon in Spanien oder Südfrankreich genug Futter findet, kann auch gleich dort bleiben.

Immer auf Sendung

Als eine Art "Personalausweis" haben Störche einen Ring ums Bein, auf dem der Geburtstort steht. Um herauszufinden, wo sich die Störche aufhalten, haben Forscher einige Vögel auch noch mit Sendern ausgestattet. Aus dem Gefieder an den Flügeln kann dann schon mal eine Antenne hervorschauen. Im Sender ist eingestellt, wie oft Daten an die Vogelwarte Radolfzell und den Landesbund für Vogelschutz verschickt werden sollen. Am Sender sind auch Solarzellen, durch die er immer wieder aufgeladen wird und so dauerhaft funktioniert.


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