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Steinzeitmensch Eher im Zelt als in der Höhle

Lange Zeit hat man die Steinzeitmenschen als "Höhlenmenschen" bezeichnet. Das ist aber völlig falsch. Wie sie vermutlich gelebt haben, erfahrt ihr auf dieser Seite.

Von: Olga-Louise Dommel

Stand: 31.01.2018

Steinzeitmensch | Bild: picture-alliance/dpa

Die Menschen der Steinzeit haben hauptsächlich in Zelten gewohnt. Die sahen ähnlich aus wie die Tipis der Indianer. Aus Kiefern und Birken bauten sie sich das Zeltgerüst und mit Fellen von Rentieren und Bisons deckten sie das Gerüst ab. In der heutigen Ukraine hat man Reste von besonders großen Zelten gefunden. Deren Gerüst war aus Mammutunterkiefern und Stoßzähnen gebaut. In der Mitte des Zeltes gab es eine Feuerstelle.

Der Begriff "Höhlenmensch" entstand, weil man in Höhlen gut erhaltene Höhlenmalereien aus der Steinzeit entdeckte. 30.000 Jahre haben diese Malereien überdauert. Von den Zelten ist wegen der Verwitterung in dieser langen Zeit aber so gut wie nichts übrig geblieben. Deshalb dachten die Forscher früher, die Menschen der Steinzeit hätten in diesen Höhlen gelebt. Das ist aber ein Trugschluss. In den Höhlen haben sie Zeremonien gefeiert oder sich vor extrem schlechten Wetter geschützt.


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