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Snowfarming Alter Schnee für neue Pisten und Loipen

Für viele wird es Ende November Zeit: Endlich wieder mit Skiern auf die Piste oder Loipe! Aber wie, wenn es noch nicht geschneit hat? Einige Wintersportgebiete sorgen für Schnee, der jederzeit verfügbar ist: Im Winter wird mit Hilfe von Schneekanonen vorproduziert. Über den ganzen Sommer wird der Schnee gelagert, und jetzt wird er wieder auf Pisten und Loipen gebracht.

Von: Katrin Stadler

Stand: 28.11.2019

Auf einer Hühnerfarm werden Hühner gezüchtet, auf einer Maisfarm wird Mais angebaut. Und was passiert auf einer Schneefarm? Wie sich ein Bauer um seine Tiere und Pflanzen kümmert, so muss beim Snowfarming eben der Schnee gehegt und gepflegt werden. Und beschützt vor zu warmen Temperaturen. Einige Ski- und Langlaufgebiete wollen unabhängig vom tatsächlichen Wetter ihre Saison im November beginnen. Dazu wird einerseits Kunstschnee produziert und andererseits Schnee vom vergangenen Winter wieder benutzt. Einen riesigen Kühlschrank braucht man dafür nicht. Aber irgendwie muss der Schnee doch cool bleiben. Alter Schnee wird auf riesige Haufen aufgeschüttet, möglichst an einem sonnengeschützten Ort im Wald, in einer Mulde oder schon direkt im Skigebiet. Von unten hält der Schnee sich selbst einigermaßen kalt. Von oben muss er abgedeckt werden, mit Sägemehl, Holzhackschnitzeln oder Planen.

Schneehaufen mit Hackschnitzel-Decke: Was übrig blieb, reicht nur für eine Schneebar und einen Schneehaufen zum Spielen.

Für einige Gebiete gehört es seit Jahren dazu, die Wintersaison mit altem Schnee zu eröffnen. Wenn's gut läuft, bleibt beinahe der ganze Schneehaufen über den Sommer erhalten. In Scheidegg im Landkreis Lindau aber soll das Snowfarming für die Langlauf-Loipe nach einem Versuchsjahr nicht weitergehen. Dort hat nur weniger als ein Viertel des aufgehobenen Schnees den Sommer 2019 überlebt.


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