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klaro-Lupe: Kanzlerkandidat Kanzlerkandidat der SPD - Martin Schulz

2017 ist es wieder so weit: In Deutschland wird gewählt. Traditionell ernennen die großen Parteien in Deutschland dafür einen Politiker, der zum Bundeskanzler gewählt werden soll. Für die SPD geht Martin Schulz ins Rennen.

Von: Johannes Keller und Simone Wichert

Stand: 10.02.2017

Ein Rivale für Angela Merkel

Monatelang war nicht klar, wer für die SPD antreten soll, doch jetzt steht es fest: Der neue SPD-Kanzlerkandidat ist Martin Schulz. Bis vor Kurzem hatte er einen wichtigen Posten als Politiker in der Europäischen Union in Brüssel. Jetzt kommt er nach 23 Jahren zurück nach Deutschland. Und das scheinen viele gut zu finden.

Seit Schulz als neuer Kandidat feststeht, hat die SPD aktuellen Umfragen zufolge viele neue Fans dazugewonnen. Doch auch Martin Schulz hat einmal klein angefangen: Er hat als Schüler das Gymnasium mit Realschulabschluss vorzeitig verlassen und wollte eigentlich Fußballprofi werden. Für die Bundestagswahl 2017 ist er der große Hoffnungsträger der SPD.

Martin Schulz will sich in Deutschland unter anderem dafür einsetzen, dass alle Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Universität kostenlos sind. Angela Merkel hat ihren neuen Rivalen bereits per SMS zur Kandidatur beglückwünscht.

Beruf Bundeskanzler/in – Chef der deutschen Regierung

Stellt euch vor, unser Land wäre ein großes Schiff. Dann wäre der Bundeskanzler der Kapitän, der sagt, wohin das Schiff segeln soll. Der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin ist also sozusagen "Kapitän von Deutschland".

Der Bundeskanzler wird (in der Regel) alle vier Jahre gewählt. Wenn die Erwachsenen zur Wahl gehen, bestimmen sie aber nicht den Kanzler, sondern eine Partei. Eine Partei ist eine Gruppe von Menschen, die die gleiche politische Meinung hat. Je mehr Stimmen eine Partei bekommt, desto mehr Mitglieder dieser Partei dürfen im Bundestag arbeiten. Die stärkste Partei wählt dann etwa zwei Wochen nach der Bundestagswahl einen aus ihrer Gruppe zum Bundeskanzler.

Der Kanzler kann natürlich nicht alles alleine machen. Es helfen ihm seine Minister, wie zum Beispiel die Minister für Umwelt und Familie. Der Kanzler sucht sich seine Minister selbst aus. Die Minister nehmen dem Kanzler zwar einiges ab, aber er muss über alles Wichtige Bescheid wissen. Also muss er viel lesen, schreiben, telefonieren und natürlich auch nachdenken. Schließlich hat er ja als Bundeskanzler eine große Verantwortung.


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