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klaro-Thema: Umweltschutz Schüler fordern schnellen Kohleausstieg

Seit Wochen gehen in mehreren europäischen Ländern jeden Freitag Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straße. Eine wichtige Forderung der Proteste ist ein schneller Kohleausstieg – auch Deutschland soll endlich handeln.

Von: Johannes Keller

Stand: 13.02.2019

Zeichnung von Lea und Alp-Cemal aus der Klasse 4c der Grundschule Ottobrunn an der Lenbachallee | Bild: BR

Die Proteste für mehr Klimaschutz unter dem Motto "Fridays for Future" gehen weiter. Anfang Februar protestierten allein in Bayern wieder tausende Schüler während der Schulzeit auf der Straße. Besonders wichtig ist den Schülern, dass Strom nicht mehr durch Kohle erzeugt wird.

Raus aus der Kohleenergie

Ein Schaufelradbagger fördert Braunkohle im Tagebau Inden in Nordrhein-Westfalen.

Denn ein Drittel des Stroms in Deutschland wird immer noch durch die Verbrennung von Braun- und Steinkohle erzeugt. Dabei entsteht das klimaschädliche Gas CO2 (Kohlenstoffdioxid). Um die Erderwärmung zu verlangsamen, hat die Regierung unter anderem beschlossen, dass 2038 mit dem Kohleabbau Schluss sein soll.

Dadurch gibt es allerdings weniger Arbeitsplätze und es müssen umweltfreundlichere Möglichkeiten gefunden werden, um ausreichend Strom zu erzeugen. Das alles kostet viele Milliarden Euro.

Rein in die erneuerbaren Energien

Schüler protestieren mit selbstgemalten Plakaten.

Den Schülern und vielen Umweltschützern dauert der geplante Kohleausstieg zu lange. Sie fordern einen schnellen Wechsel von klimaschädlichem zu umweltfreundlichem Strom. Also von Strom durch Kohle hin zu Strom durch Sonne, Wasser oder Wind. Und falls die Schüler-Proteste so weitergehen, könnte vielleicht wirklich bald schon ein anderer Wind wehen.


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