2

klaro-Thema: Schifffahrt Frachter verliert Fernseher und Kuscheltiere

Ein großes Container-Schiff hat Anfang Januar 2019 einen Teil seiner Ladung in der Nordsee verloren. Das Schiff heißt "MSC Zoe". Es ist eines der größten Frachtschiffe der Welt und hat Platz für mehr als 19.200 Container. Die MSC Zoe war auf dem Weg von Portugal nach Bremerhaven. In der Nähe der deutschen Insel Borkum geriet das Schiff am Neujahrstag in einen Sturm. 281 der geladenen Container stürzten ins Meer.

Von: Johanna Kempter

Stand: 09.01.2019

Zeichnung von Emil aus der Grundschule an der Klenzestraße München | Bild: BR

Treibgut taucht auf Nordseeinseln auf

Die gefundenen Container werden von Schleppschiffen in Häfen gezogen.

In einigen der riesigen Stahl-Boxen wurde Gefahrgut transportiert, zum Beispiel eine Chemikalie, die explodieren kann. In anderen befanden sich Spielzeug, Fernseher und Schuhe. Der Inhalt einiger Container ist an Land gespült worden. Auf mehreren Nordsee-Inseln sammelten Einsatzkräfte und freiwillige Helfer das Treibgut.

Viele Container liegen auf dem Meeresgrund

Die MSC Zoe, eines der größten Frachtschiffe der Welt.

Einen großen Teil der Container haben die Experten per Sonar in 20 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund gefunden. Sie haben sich zum Teil schon in den Boden eingegraben. Die Metall-Boxen von dort heraufzuholen, wird kompliziert.

Wie funktioniert Sonar?
Ein Sonar ist ein technisches Gerät. Damit sind die Schiffe ausgestattet, die die Container suchen.
Das Gerät sendet Schallwellen durch das Wasser. Die Schallwellen werden vom Meeresboden und von allen Gegenständen im Wasser zurückgeworfen, also auch von einem Container. Mit diesem Echo können die Experten feststellen, wo genau die Metall-Boxen in der Nordsee versunken sind.


2