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Exotische Tiere Spinne aus Bananenkiste sorgt für Aufregung

Wenn eine Spinne in der Bananenkiste krabbelt, kann das schon mal einen Feuerwehreinsatz auslösen, wie am 10. Dezember 2019 in München. Bananenspinnen sind nämlich sehr giftig - aber in diesem Fall ging es nochmal gut aus.

Von: Katrin Stadler

Stand: 11.12.2019

Bananenspinnen gehören zu den giftigsten Spinnen, die es gibt. Ihr Biss kann sogar einen gesunden Menschen töten. Kein Wunder, dass ein Mitarbeiter eines Münchner Supermarktes Alarm schlug, als er ein sechsbeiniges und leicht behaartes Krabbeltier beim Auspacken zwischen den Bananen fand.

In diesem Getränkebecher kam die Riesenkrabbenspinne bei Tierärztin Tina Hollandt an.

Die Münchner Feuerwehr kam, konnte die Spinne in einem einfachen Getränkebecher einfangen und schließlich Fachleuten von der Münchner Reptilienauffangstation übergeben. Dort stellte sich heraus: Fehlalarm - für die Menschen. In Wirklichkeit handelt es sich nämlich um eine Riesenkrabbenspinne, und die wird dem Menschen nicht gefährlich. Zumindest ist ihr Biss nicht schlimmer als ein Bienenstich.
Letztendlich hat der Alarm aber der Spinne das Leben gerettet. Ohne die Feuerwehr hätte das Tier wahrscheinlich nicht überlebt: Das Krabbeltier kommt vermutlich wie die Bananen aus Kolumbien. Dort ist es tropisch warm, und in einem kühlen Supermarkt hätte die Spinne sich auf Dauer nicht wohlgefühlt. Zumal da ja auch viele menschliche Spinnenfeinde herumlaufen.

Im Terrarium der Reptilienauffangstation wartet die Riesenkrabbenspinne jetzt auf einen neuen Besitzer.

Riesig ist die Münchner Krabbenspinne übrigens nicht - zumindest bisher. Ihr Körper ist etwa so groß wie ein Daumennagel.
Da es sich um ein Jungtier handelt, bleibt es spannend, wie groß es noch wird. Tierärztin Tina Hollandt vermutet, dass die Spannweite von einer bis zur anderen Beinspitze etwa so lang wie ein Geodreieck werden wird, wenn die Spinne ausgewachsen ist.


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