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Kripo So arbeitet die Kriminalpolizei

Einbrüche, Brände, Rauschgiftdelikte oder Morde - für die Aufklärung dieser Straftaten ist die Kriminalpolizei zuständig. Hier erfährst du mehr über die Arbeit der Kripo!

Von: Anja Mösing und Simone Wichert

Stand: 19.03.2019

Ein Polizeiauto der Münchner Polizei mit der Aufschrift "110" steht auf dem Münchner Odeonsplatz.  | Bild: BR/Fabian Stoffers

Von Arrest bis Zeigefingerabdruck

Von der Polizei abgesperrt: ein Tatort.

Die Polizisten, die bei der Kripo - der Kriminalpolizei - arbeiten, kümmern sich um Straftaten, also um Einbrüche, Brände, Rauschgiftdelikte oder sogar Morde. Die Kripo besitzt ein eigenes kleines Gefängnis, das Arrest genannt wird. Dort hinein kommen zum Beispiel Betrunkene zum Ausnüchtern, vor allem dann, wenn sie randalieren und sich selbst und andere gefährden könnten. Im Arrest bleiben sie aber nur längstens bis zum Ende des nächsten Tages.

Den Spuren auf der Spur

Ein Fingerabdruck.

Wenn die Polizisten an einen Tatort kommen - also an einen Ort, wo etwas passiert ist - dann müssen sie erst einmal die Spuren sichern: Fußabdrücke, Haare, Kleiderreste und und und. Ganz persönliche Spuren, wie etwa Fingerabdrücke, kann man mit bloßem Auge nicht erkennen. Dazu gibt es ein magnetisches Pulver, das an Fingerabdrücken auf Gegenständen haften bleibt. Eine Gelatinefolie, die der Polizist auf den Gegenstand aufdrückt, macht den Fingerabdruck sichtbar, er bleibt dann einfach an der Folie kleben. Diese Fingerabdrücke werden dann mit denen in einer Kartei verglichen.

Hände hoch oder es knallt?

Bewaffnete Polizisten auf Streife

Natürlich muss ein Polizist auch mit einer Waffe schießen können. Damit sie im äußersten Notfall sich selbst oder andere beschützen können. Zum Üben haben sie ein so genanntes Schießkino, wo sie in allen möglichen Positionen Schießen üben - sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand. Diese beweglichen und unbeweglichen Ziele befinden sich auf einer Leinwand und laufen wie ein Film ab. Und weil so ein Schuss ziemlich laut ist, trägt jeder im Schießkino große Ohrenschützer, damit die Ohren keinen Schaden nehmen. Aber auf Streife schießen Polizisten nur sehr selten. Es ist die letzte von allen Möglichkeiten. Manche Polizisten benutzen ihre Waffen nie.

Spieglein, Spieglein an der Wand ...

... wer ist der Taschendieb im Sportlergewand? Manchmal müssen Menschen, die gesehen haben, wie jemand etwas Verbotenes getan hat, einen Verbrecher identifizieren - also sagen: "Der war's!" Dabei hilft ihnen ein Venezianer. Genauer gesagt: ein Venezianischer Spiegel.

Wer sagen kann: "Der war's! Den hab ich gesehen, wie er die Tasche geklaut hat!", der ist ein Zeuge. Und solche Zeugen braucht die Polizei, um den richtigen Verbrecher verhaften zu können. Manchmal haben solche Zeugen Angst vor dem Verbrecher. Damit der Zeuge dem Verbrecher gegenüberstehen kann, ohne dass der ihn sieht, gibt es einen Trick: den Venezianischen Spiegel.

Dieser Spiegel ist wie ein Fenster zwischen zwei Zimmern. Vom einen Zimmer aus sieht er wirklich aus wie ein großer Spiegel. In dem Zimmer steht der mögliche Verbrecher. Vom anderen Zimmer aus kann man durch den Spiegel hindurchschauen wie durch ein Fenster. In dem Zimmer steht der Zeuge und schaut sich den Verbrecher genau an. Denn wenn er sagen kann "Der war's!", dann ist das eine wichtige Sache.


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