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klaro-Thema: NSU-Prozess Das Urteil im NSU-Prozess

Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess Beate Zschäpe ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das haben die Richter am Obersten Landesgericht in München am 11. Juli 2018 entschieden.

Stand: 13.07.2018

Zeichnung von Isabella aus der Grundschule Hochzoll-Süd | Bild: BR

Zschäpe war Mitglied des NSU. Die Abkürzung steht für "Nationalsozialistischer Untergrund". Über zehn Jahre lang verübten die Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe Bombenanschläge, überfielen Banken und ermordeten zehn Menschen. Die Angriffe richteten sich gegen Menschen, die in Deutschland leben, aber nicht hier geboren sind. Der erste Mord wurde schon im Jahr 2000 verübt, die meisten Opfer waren türkischer Abstammung.

2.000 Zeugen und 7.000 Beweise

Welche Rolle Beate Zschäpe im NSU gespielt hat und mit wem sie zusammengearbeitet hat, musste die Generalbundesanwaltschaft, also die obersten Anwälte Deutschlands, herausfinden. Dazu verhörten die Anwälte in den vergangenen Jahren 2.000 Zeugen und werteten 7.000 Beweise aus. 

Lebenslange Haft für Beate Zschäpe

Das Gericht sprach Beate Zschäpe nun unter anderem wegen Mordes in zehn Fällen schuldig. Lebenslange Haft bedeutet für die Verurteilte, dass sie mindestens 15 Jahre ins Gefängnis muss. Weil das Gericht auch noch die besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, wird sie aber länger im Gefängnis sitzen.


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