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klaro-Thema: Nashörner Ein Nashorn im Reagenzglas!

Zuerst die schlechte Nachricht: Die nördlichen Breitmaulnashörner sind fast ausgestorben. Der letzte Nashornbulle starb im März 2018. Weil nun nur noch zwei weibliche Tiere dieser Art leben, ist eines klar: Auf natürlichem Wege wird kein Breitmaulnashornbaby mehr geboren werden.

Von: Anne Buchholz

Stand: 11.07.2018

Kinderzeichnung von Enes - Das Breitmaulnashorn ist fast ausgestorben | Bild: BR

Forscher wollen die Nashornart nun aber auf andere Weise retten: Bevor die letzten männlichen Breitmaulnashörner gestorben sind, haben Wissenschaftler ihnen Spermien entnommen und eingefroren. Mit diesen Samenzellen könnten nun die Eizellen der weiblichen Nashörner befruchtet und neue Nashornbabys gezeugt werden. Das nennt man dann künstliche Befruchtung.

Es wird aber noch komplizierter 

Ein nördliches Breitmaulnashorn in einem Zoo. Das Foto ist aber schon einige Jahre alt.

Weil die beiden letzten Nashornweibchen selber keine Babys mehr austragen können, müssen ihnen die Eizellen entnommen werden. Das soll ganz vorsichtig und unter Vollnarkose passieren. Danach können die Eizellen im Labor befruchtet werden, so dass ein kleines Nashornembryo entsteht. Und das ist dann eher ein kleiner Haufen Glibber und passt deshalb tatsächlich in ein daumengroßes Reagenzglas.

Nashornleihmutter

Um zu einem fertigen Nashörnchen heranzuwachsen, muss das Embryo dann noch im Bauch einer Leihmutter – also einem weiblichen Nashorn - eingepflanzt werden. Zum Glück funktioniert das auch mit Nashornmamas anderer weniger bedrohter Arten.


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