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klaro-Thema: Umwelt Mikroplastik im menschlichen Körper sorgt für Aufregung

Forscher in Österreich schlagen Alarm. Sie haben zum ersten Mal Mikroplastik im menschlichen Körper entdeckt. Und zwar als sie Kot untersucht haben.

Von: Markus Weber

Stand: 09.11.2018

Eigentlich hat Mikroplastik im Körper nichts zu suchen. Als "Mikroplastik" werden Plastikteilchen bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Weil wir alle aber umgeben sind von Plastik und es ständig benutzen, wollten es die Forscher aus Österreich ganz genau wissen. Sie haben sich acht Menschen aus mehreren Ländern ausgesucht. Die Teilnehmer waren bereit, eine Woche lang alles aufzuschreiben, was sie essen. Als das Essen auf der Toilette ausgeschieden wurde, nahmen die Teilnehmer eine Probe. Und diese Proben untersuchten die Wissenschaftler dann ganz genau. Ergebnis: Es wurde Mikroplastik gefunden - wenn auch nur winzige Teile: kleiner als ein halber Millimeter. 

Forscher haben erste Anzeichen für Gesundheitsgefahr

Die Wissenschaftler können aber noch nicht sagen, ob das Mikroplastik aus dem Essen oder der Verpackung stammt. Alle Teilnehmer hatten Lebensmittel gegessen, die in Plastik verpackt waren oder hatten aus Plastikflaschen getrunken. Wie gefährlich Mikroplastik für den Menschen ist, können die Wissenschaftler noch nicht genau sagen. Sie haben aber erste Anzeichen, dass es Magen und Darm schädigen könnte. Um das genauer zu klären, müssen die Wissenschaftler noch weiter forschen.

Mikroplastik weltweit großes Problem

Mikroplastik wird auch als Zusatz in Kosmetikprodukten verwendet. Es entsteht aber vor allem ungewollt in der Umwelt, wenn größere Plastikteile sich zerkleinern oder zersetzen. Weltweit werden jedes Jahr 400 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Das entspricht einem Gewicht von etwa 400 Millionen kleinen Autos.


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