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klaro-Thema: Flüchtlinge Jugendliche stranden in Mexiko

Viele Jugendliche aus Mittelamerika sitzen im Januar 2019 immer noch in Mexiko fest. Sie stammen aus armen Ländern wie zum Beispiel El Salvador, Guatemala und Honduras. Dort sehen sie keine Zukunft – deswegen wollen sie in die USA.

Von: Johanna Kempter

Stand: 09.01.2019

Viele Mädchen und Jungen bekommen in ihrer Heimat in Mittelamerika keinen Ausbildungsplatz. Ihre Familien haben wenig Geld. Auch Gewalt ist ein großes Problem. Kriminelle Banden erpressen die Menschen und fordern Geld von ihnen. Wer nicht zahlt, wird bedroht, bestohlen oder sogar getötet.

Hoffnung auf einen Neuanfang in den USA

Das Bild von Fanny und Livia zeigt die Jugendlichen in einem Flüchtlingslager in Mexiko.

Viele Mädchen und Jungen wollen deswegen ein neues Leben beginnen – und zwar in den USA. Sie haben sich gemeinsam mit tausenden anderen Jugendlichen und Erwachsenen auf den Weg gemacht. Sie sind hunderte Kilometer bis nach Mexiko gelaufen. Das ist das letzte Land vor den USA. Kurz vor ihrem Ziel sind die meisten Flüchtlinge gestrandet. Die USA wollen die Menschen nämlich nicht ins Land lassen. Sie warten jetzt in mexikanischen Flüchtlingslagern und hoffen, dass sie doch noch in die USA weiterreisen dürfen.

US-Präsident Trump will eine Mauer bauen

Ein Teil des Grenzzauns bei Tijuana zwischen Mexiko und den USA.

Manche versuchen heimlich über die Grenze zu kommen. Das ist aber verboten – es gibt auch einen Grenzzaun. Der Präsident der USA, Donald Trump, will eine Mauer entlang der Grenze bauen. Trumps Anhänger finden das gut, seine Gegner nicht. Sie streiten seit Wochen über die Mauer. Trump will den Bau erzwingen: Er hat deswegen kurz vor Weihnachten eine Haushaltssperre verhängt. Das bedeutet, dass die Arbeit in Teilen der Regierung stillsteht. Hunderttausende Regierungs- und Behördenmitarbeiter bekommen derzeit kein Gehalt. Manche sind im Zwangsurlaub, andere müssen ohne Bezahlung arbeiten.

Kein Ende der Haushaltssperre in Sicht

Um die Haushaltssperre zu beenden, müsste Präsident Trump das Haushaltsgesetz unterzeichnen. Das will er nicht, da im Gesetz das für den Mauerbau nötige Geld nicht erwähnt wird. Es geht um mehr als vier Milliarden Euro. Trump hat in dieser Woche eine Fernsehansprache gehalten, um die Amerikaner von seinem Plan zu überzeugen. Sie wurde zur besten Sendezeit ausgestrahlt.


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