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Klimaschutz Klimagipfel und Klimapaket

Anfang Dezember 2019 fand in Madrid die Internationale Klimakonferenz statt. Dort haben viele Länder dieser Welt darüber beraten, wie man das Klima besser schützen kann. Herausgekommen ist allerdings nicht viel, weil es sehr schwierig ist, wenn sich fast 200 Länder auf etwas einigen müssen. Auch deswegen muss sich jedes Land selbst darum kümmern, dass es so klimafreundlich wie möglich wird. In Deutschland wurde kurz vor Weihnachten 2020 ein "Klimapaket" beschlossen. Das Paket besteht aus einzelnen "Päckchen". Jedes davon soll dafür sorgen, dass die Umwelt in Deutschland besser geschützt wird.

Von: Michaela Bold, Anne Buchholz, Sabine Strasser

Stand: 20.12.2019

1. Bahnfahren wird billiger, Fliegen wird teurer

Bahnfahren in Deutschland ist ziemlich teuer. Dabei ist der Zug eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, das es gibt! Jetzt werden Bahntickets billiger, damit mehr Leute mit dem Zug fahren. Ein Ticket, das bisher zehn Euro gekostet hat, wird ab Januar 2020 noch neun Euro kosten. Ein Ticket, das 20 Euro gekostet hat, kostet dann 18 Euro. Gleichzeitig wird Fliegen teurer, vor allem innerhalb Deutschlands. 

2. CO2 soll mehr kosten – und mehr Leute und Firmen sollen dafür bezahlen

Wer das klimaschädliche CO2 produziert, muss dafür einen festgelegten Geldbetrag zahlen. Bislang zahlen in Deutschland nur Firmen, die Energie erzeugen, oder große Industriekonzerne. Jetzt sollen auch Landwirtschaftsbetriebe bezahlen, weil vor allem Massentierhaltung viel CO2 produziert. Außerdem sollen die Eigentümer von Häusern eine Abgabe zahlen. Damit will man erreichen, dass zum Beispiel Häuser gebaut werden, die klimafreundlicher sind. Und dann sind noch Firmen betroffen, die mit Verkehr zu tun haben, zum Beispiel weil sie Benzin herstellen. Wenn man diese Firmen dazu zwingt, mehr für ihren CO2-Austoß zu zahlen, dann werden sie diese Preiserhöhung an die Menschen "weitergeben", die Benzin kaufen. Benzin wird also teurer. Das ärgert viele Menschen. Deswegen enthält das Klimapaket noch einen wichtigen Punkt:   

3. Höhere Pendlerpauschale

Als Pendler werden Leute bezeichnet, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, die also zwischen ihrem Wohnort und ihrer Arbeit hin- und herpendeln. Gerade Menschen, die auf dem Land wohnen, haben oft keine andere Möglichkeit, als dafür das Auto zu benutzen. Entweder ist kein Bahnhof in ihrer Nähe oder es fahren keine Busse. Wenn das Benzin aber jetzt teurer wird, dann ist das für diese Leute natürlich blöd. Deswegen bekommen sie ab nächstem Jahr zusätzlich Geld vom Staat, die sogenannte "Pendlerpauschale". Damit können Leute, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, von der Regierung etwas von dem Geld zurückbekommen, das sie mehr für Benzin ausgeben müssen.

4. Mehr Windräder

In Deutschland werden immer weniger Windräder gebaut, vor allem in Bayern. Das hat damit zu tun, dass die Regeln, wo ein neues Windrad aufgestellt werden darf, sehr streng sind. Diese Regeln sollen geändert werden.

Mit dem Thema beschäftigt hat sich die Klasse 4e der Grundschule an der Simmernstraße in München

Einige Kinder halten etwas Wiederverwendbares in den Händen, eine Plastikflasche oder ein Heft zum Beispiel. Damit möchten sie uns sagen: Jeder von uns kann etwas tun, um Müll zu vermeiden. Und wer Müll vermeidet, schützt auch das Klima!!! Die Kinder der Klasse 4e besucht haben die Reporterinnen Anne Buchholz und Sabine Strasser und sie haben sich über die Ergebnisse des Klimagipfels in Madrid unterhalten.


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