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Klimakonferenz in Madrid Politiker unter Druck

Die Forderungen, das Klima besser zu schützen, werden immer drängender. Viele Staaten wollen nicht mitmachen. Besonders die Fridays for Future-Demonstrationen setzen die Regierungen aber unter Druck.

Von: Bernhard Schulz

Stand: 02.12.2019

Die Proteste von "Fridays for Future" zeigen Wirkung

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, nimmt die Fridays for Future Bewegung ernst.

Sehr viele Menschen, die meisten davon Jugendliche, demonstrieren auch in Deutschland regelmäßig dafür, dass die Regierungen viel mehr für den Klimaschutz unternehmen. Am 20. September 2019 sollen allein in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen protestiert haben. Obwohl Länder wie die USA oder Brasilien nichts gegen den Klimawandel machen wollen, und zum Teil sogar behaupten, es gäbe ihn nicht, so zeigen die Proteste der Jugend doch Wirkung. Das Europäische Parlament hat zum Beispiel den Klimanotstand ausgerufen und die deutsche Bundesregierung ein Gesetzespaket zum Klimaschutz beschlossen.

Die CO2 Steuer soll endlich kommen

Besonders die Verbrennung von Kohle und Erdöl sorgen für eine starke Luftverschmutzung und somit auch für die Verschlimmerung des Klimawandels.

Eines der wichtigsten Themen in Madrid wird die sogenannte CO2-Besteuerung sein. Damit sollen diejenigen, die viel CO2 in die Luft blasen, gezwungen werden, die Abgase zu reduzieren. Die Idee einer Steuer auf Abgase ist nicht neu, aber bisher hat sie kaum ein Staat ernst genommen. Das scheint sich aber zu ändern.

Was ist CO2?

CO2 ist ein farbloses Gas, es wird auch Kohlendioxid genannt. Wir kennen es aus den Limo- oder Sprudelwasserflaschen: die kleinen Bläschen, die nach oben steigen! CO2 entsteht vor allem beim Verbrennen von Kohle oder anderen Brennstoffen. Allerdings entsteht CO2 auch, wenn Menschen und Tiere atmen. Wir alle produzieren also CO2. Deswegen ist es ein ganz normaler Bestandteil unserer Luft. CO2 wurde erst zum Problem, als die Menschen sehr viel davon erzeugten, um Maschinen zu betreiben oder Strom her zu stellen. Inzwischen ist fast doppelt so viel CO2 in der Luft, wie vor 200 Jahren, also vor der Erfindung von Dampfmaschinen und Automobilen. Das viele CO2 bewirkt, dass sich unsere Atmosphäre stärker aufheizt als normal, man nennt das den "Treibhauseffekt". Der "Treibhauseffekt" ist ziemlich gefährlich für uns, denn das Eis der Gletscher schmilzt in der warmen Atmosphäre. Davon steigen die Meere an. Wenn die Meere ansteigen, werden riesige Landstriche überflutet und unbewohnbar.

Greta Thunberg ist auf dem Weg

Greta Thunberg war in Amerika und wollte rechtzeitig auf dem Klimagipfel erscheinen. Da der Tagungsort aber verlegt wurde, musste sie ihre Reisepläne ändern.

Greta Thunberg auf dem Segelschiff, das sie von Amerika nach Lissabon brachte.

Ursprünglich sollte der Gipfel in Chile tagen, einem Land in Südamerika. Dort brachen aber vor kurzem heftige Unruhen aus und deswegen wurde der UN Klimagipfel nach Madrid verlegt. Greta, die mit einem Segelschiff in die USA gereist war, hatte nun das Problem, dass sie auf dem falschen Kontinent war! Aber sie fand ein anderes Schiff, mit dem sie von Amerika zurück nach Europa segeln konnte.


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