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klaro-Lupe: Paralympics 2018 Paralympische Winterspiele in Pyeongchang

Wenige Wochen nach den Olympischen Winterspielen in Südkorea folgen die Paralympischen Winterspiele. Vom 9. März bis 18. März 2018 kämpfen Sportler mit körperlicher Behinderung um die begehrten Medaillen.

Von: Johannes Keller

Stand: 08.03.2018

Zeichnung Paraskilauf von Kiara aus der GS Chammünster | Bild: BR

Für 670 Athleten hat sich ein Traum erfüllt: Sie dürfen in Pyeongchang an den Paralympischen Winterspielen - kurz "Paralympics" - teilnehmen. Der erste Teil des Wortes "para" kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt "neben". Das soll zeigen, dass die Paralympics genauso wie die Spiele für Menschen ohne Behinderung zu Olympia dazugehören.

Anna Schaffelhuber gehört zur Deutschen Paralympischen Mannschaft in Pyeongchang.

Unter den Teilnehmern sind auch 20 Sportler aus Deutschland. Sie wollen versuchen, so erfolgreich wie bei den letzten Winterspielen in Sotschi zu sein. Damals gewannen sie 15 Medaillen, davon 9 Mal Gold. Eine der großen Medaillenhoffnungen im deutschen Team ist die Ski-Alpin-Rennfahrerin Anna Schaffelhuber.

Die Wettkämpfe

Insgesamt gibt es bei den Paralympics sechs Grundsportarten: Ski Alpin, Skilanglauf, Biathlon, Rollstuhlcurling, Para-Snowboard und Schlitten-Eishockey. In den einzelnen Sportarten wird dann nochmal genau unterschieden: Im Ski Alpin gibt es zum Beispiel die drei Kategorien "sitzend", "stehend" und "blind". Die "Sitzenden" fahren in einem sogenannten Monoski. Das ist ein Ski, auf dem ein Sitz befestigt ist. Auch blinde Skifahrer werden die Berge in Südkorea runterfahren. Sie fahren hinter einem sehenden Skifahrer her, der ihnen über ein Mikrofon den genauen Weg auf der Piste beschreibt. Je nach Art der Behinderung werden die Sportler unterschiedlich bewertet, damit am Ende möglichst faire sportliche Wettkämpfe stattfinden können.

TV-Übertragungen

Die Spiele kann jeder verfolgen. Für Blinde wird im Internet zum Beispiel eine sogenannte Audiodeskription angeboten. Das heißt, ein Sprecher beschreibt haargenau, was im jeweiligen Wettkampf zu sehen ist. Außerdem gibt es für Menschen, die nicht hören können, zu den Bildern im Fernsehen noch Erklärungen in Gebärdensprache. Für Pyeongchang wurden extra Übersetzer ausgebildet, die schwierige Sportbegriffe wie zum Beispiel "Einfädeln" allein mit dem Körper (ohne zu sprechen) für nicht hörende Menschen erklären können.

Das Angebot ist riesig, nur leider bleibt das Problem mit der Zeitverschiebung. Wer die Wettkämpfe im Fernsehen mitverfolgen will, muss früh aufstehen: Wenn in Südkorea die Sportler an den Start gehen, ist es bei uns in Deutschland mitten in der Nacht. Na, hoffentlich holen die deutschen Sportler die Medaillen dann zumindest fast "... wie im Schlaf"!


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