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Unter der klaro-Lupe: Jamaika-Koalition Verhandlungen über die neue Regierung in Deutschland

In Berlin treffen sich die wichtigsten Vertreter der Parteien CDU/CSU, FDP und Grüne, die die neue Regierung für Deutschland bilden sollen. Nach dem Ergebnis der Bundestagswahl vom 24. September können ihre Abgeordneten im neuen Bundestag eine Mehrheit bilden. Wie sich die neue Regierung genau zusammensetzen soll und welche Themen sie gemeinsam verfolgen wird, darüber müssen sich die Politiker erst noch einigen.

Von: Katrin Stadler

Stand: 20.10.2017

Verhandlungen über die neue Regierung in Deutschland | Bild: BR

Wenn die Einigung gelingt, bilden CDU/CSU, FDP und Grüne eine so genannte Koalition, also ein Bündnis, das bei der Durchsetzung ihrer Themen gemeinsam an einem Strang zieht. Die Zusammenarbeit der genannten Parteien wird oft als "Jamaika-Koalition" bezeichnet.

Was hat Jamaika mit dem Bundestag zu tun?

So sieht die Jamaika-Flagge aus.

Jamaika ist ein Inselstaat in der Karibik. Mit der deutschen Politik hat er eigentlich nichts zu tun. Nur wegen der Farben seiner Flagge wird die mögliche neue Koalition für Deutschland mit dem karibischen Staat in Verbindung gebracht. Und die Farben der Parteien, die möglicherweise bald gemeinsam in Deutschland die Regierung bilden, sind genau diese drei: schwarz (CDU/CSU), gelb (FDP) und grün (Die Grünen).

Was ist besonders an der Jamaika-Koalition?

Zuletzt hat in Deutschland eine schwarz-rote Koalition (CDU/CSU und SPD) regiert. Das so genannte Jamaika-Bündnis gilt als eher ungewöhnlich, weil die beteiligten Parteien in vielen Themen ganz unterschiedliche Meinungen haben.  In der Bundesregierung gab es diese Kombination noch nie, aber im Landtag regieren die drei Parteien seit ein paar Monaten in Schleswig-Holstein. Auch im Saarland gab es schon einmal eine Regierung aus Schwarzen, Gelben und Grünen.

Wann gibt es eine neue Koalition?

Es bleibt spannend, wie, wann und ob sich die Parteien einigen können. Ein Ergebnis wird so schnell nicht erwartet. Möglicherweise wird das ganze restliche Jahr noch verhandelt und an Kompromissen von allen Beteiligten gefeilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist aber zuversichtlich, dass man bis Weihnachten 2017 eine Lösung finden wird.


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