0

klaro-Thema: Regierungsbildung Der Koalitionsvertrag steht

Nach einer langen Nachtsitzung haben die Chefs von CDU, CSU und SPD Anfang Februar 2018 bekanntgegeben: Sie haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Doch die Große Koalition kann immer noch scheitern.

Von: Benny Riemer

Stand: 07.02.2018

Regierungsbildung in Berlin gemalt von Stefan aus der Grundschule Grafing | Bild: BR

Über viele verschiedene Themen mussten sich die Parteichefs unterhalten. Jeder hatte andere Vorstellungen, wie bestimmte Probleme in Deutschland und der Welt am besten zu lösen sind. Jetzt gibt es Kompromisse – jeder ist also ein bisschen auf den anderen zugegangen, sodass alle mit dem Ergebnis leben können.

Die Große Koalition kann aber trotzdem noch nicht mit der Arbeit anfangen. Die SPD möchte ihre Mitglieder darüber abstimmen lassen, ob der Vertrag für sie in Ordnung ist. In der SPD gibt es nämlich viele, die gar nicht möchten, dass ihre Partei Teil der neuen Regierung ist. Sie würden lieber in die Opposition gehen. Das sind die Parteien im Bundestag, die die Regierung kontrollieren sollen.

Mehr als 460.000 SPD'ler dürfen innerhalb der nächsten Wochen ihr Kreuzchen machen. Sagt eine Mehrheit "NEIN", dann waren alle Verhandlungen umsonst. Wie es dann weitergeht, ist unklar. Möglicherweise müssen die Deutschen in diesem Fall noch einmal ganz neu wählen.


0