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klaro-Lupe: ICE Pannen auf der Neubaustrecke Berlin-München

26 Jahre hat die Deutsche Bahn neue Gleise und Brücken gebaut, um ihre Züge zwischen Berlin und München mit einer Spitzengeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde fahren zu lassen. Mindestens 10 Milliarden Euro (10.000.000.000 Euro) hat das Projekt gekostet. Leider funktioniert es nicht wie erhofft.

Von: Olivia Boger

Stand: 15.12.2017

ICE: Pannen auf der neuen Strecke zwischen Berlin und München gemalt von Maggie und Sarah der GS Flintsbach | Bild: BR

Die ersten, die die neue Strecke ausprobieren durften, waren 200 Ehrengäste. Sie stiegen am Freitag, den 9. Dezember 2017 in Berlin in den ICE und freuten sich auf nur noch knapp vier Stunden Fahrtzeit nach München. Aber ausgerechnet bei dieser wichtigen ersten Fahrt klappte fast gar nichts. Dabei wollte die Bahn doch zeigen, wie wunderbar alles funktioniert. Bei den Ehrengästen war die Partylaune schnell vorbei. Sie erreichten München fast zwei Stunden später als geplant und brauchten damit so lange wie früher. 

Automatisches Leitsystem in den ICE-Zügen

Schuld war das nagelneue digitale Leitsystem, das nicht so funktioniert hatte wie geplant. Mit ihm fahren die Züge auf der neuen Trasse Berlin-München schon jetzt fast automatisch. Noch gibt es einen Lokführer, aber in Zukunft braucht es den womöglich gar nicht mehr. Die Züge werden dann von einer Zentrale aus ferngesteuert. Warum die neue Technik bis heute immer wieder Probleme macht, müssen erstmal die Experten klären. Das wird noch ein paar Tage dauern. Bis dahin will die Bahn ihre enttäuschten Kunden entschädigen. Wer teure Tickets für die schnellen Züge gekauft hat und dann doch mit mehr als zwei Stunden Verspätung ankommt, bekommt sein ganzes Geld zurück.

Viele ICE-Züge sind pünktlich

Dass die Bahn auf der neuen Trasse Berlin-München Probleme hat, lässt sich nicht leugnen. Ganz viele Züge kommen aber pünktlich an, und zwar immer, wenn dieser ICE mit dem automatischen Leitsystem gut zurechtkommt. Die vielen Verspätungen lagen auch am Wintereinbruch Anfang Dezember 2017, also an Schnee und Eis auf der Strecke.


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