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klaro-Thema: Great Barrier Reef Das Great Barrier Reef ist in Gefahr

Meeresschildkröten, schillernde Fische und viele bunte viele Korallen. Das größte Korallenriff der Welt ist 2.800 Kilometer lang und ein einmaliger Lebensraum. Es gehört zum Weltnaturerbe und soll eigentlich besonders geschützt werden. Aber das Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens droht zu sterben.

Von: Olivia Baumeister

Stand: 10.04.2019

Vor allem die Korallen machen den Wissenschaftlern im Frühjahr 2019 weiter große Sorgen. In ihnen wohnen Algen, die den Korallen ihre leuchtenden Farben geben. Aber wenn das Wasser zu warm wird, etwa als Folge des Klimawandels, werden die Algen giftig. Dann stoßen die Korallen ihre Mitbewohner ab, pumpen sie geradezu aus ihrem Inneren heraus. Die Korallen verlieren ihre Farbe. Der Vorgang heißt Korallenbleiche oder auch Hitzebleiche. Die Korallen geraten dadurch in Stress. Viele müssen deswegen sterben.

Korallen bekommen fast keinen Nachwuchs mehr

Kaum zu glauben: Korallen sind lebende Tiere!

"Tote Korallen haben keine Kinder", sagt ein US-amerikanischer Forscher und erklärt so, was zurzeit am Great Barrier Reef passiert. Dazu muss man wissen, dass Korallen keine Pflanzen, sondern Tiere sind und tatsächlich Nachwuchs zeugen. Das machen sie so ähnlich wie die Fische, also mit einem Laich.

Inzwischen zeugen die Korallen fast 90 Prozent weniger Nachwuchs als früher. Und die wenigen Babykorallen haben kaum eine Chance. Der Forscher sagt: "Es gibt fast keine Erwachsenen mehr, die sich in dem Riff um die Jugendlichen kümmern".

Bei der Korallenbleiche verlieren die Tiere ihre Farbe und sterben ab.

Denn nach den großen Korallenbleichen der vergangenen Jahre sind zwei Drittel des Riffs beschädigt. Nach Ansicht der Forscher kann es Jahrzehnte dauern, bis sich der Korallenbestand wieder erholt. Aber dazu müsste das Meerwasser seine normale Temperatur wiederbekommen und es dürfte keine neue Korallenbleiche geben.  

Australische Regierung will das Great Barrier Reef retten

Ein Seestern hat sich auf einer weißen Koralle niedergelassen.

Nicht nur das viel zu warme Wasser macht den Riffbewohnern zu schaffen. Äußerst wohl fühlt sich am Great Barrier Reef inzwischen ein sehr gefräßiger Seestern. Er wird schon mit Robotern bekämpft. Sie suchen die Seesterne und töten sie. Die Regierung hat mehr als 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um das Riff zu retten. Die Wissenschaftler sind sehr skeptisch, dass das noch gelingen kann.


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