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Von Glücksbringern und mehr Woher das Glück kommt

Woher kommt das Wort "Glück" und woher das Glück selbst? Kann man ihm mit Glücksbringern nachhelfen? Da hilft nur ausprobieren! Wir stellen euch einige Glücksbringer vor.

Von: Olga-Luise Dommel, Tina Gentner, Annabelle Hauk, Inga Nobel, Simone Wichert

Stand: 13.04.2021

Das Wort "Glück" stammt vom mittelniederdeutschen Gelucke und dem mittelhochdeutschen Gelücke ab. Beides stammt wiederum von dem Wort "gelingen". Das hat was mit dem Wort "leicht" zu tun. Glück ist also das Gelungene, das leicht Erreichte.

Die Herkunft des Wortes "Glück" lässt sich vergleichsweise noch leicht erklären. Aber woher kommt das Glück selbst und wer oder was bringt es angeblich herbei? Hier stellen wir euch einige Glücksbringer vor.

Vierblättrige Kleebläter bringen Glück

Schweine bringen Glück

Und wir haben noch mehr Glücksbringer für euch:

Geld bringt Glück

Zwei Glücks-Cents.

Der Begriff "Glückspfennig" stammt noch aus der Zeit des Kupferpfennigs. Heute heißt es richtig "Glückscent". Wenn man einen Cent auf der Straße findet, dann bringt er Glück, sagt man. Durch ihn nämlich würde noch mehr Geld ins Portemonnaie kommen, meint man.

Früher dachte man, der Pfennig würde vor bösem Zauber und Hexen schützen. Und wenn man ihn immer bei sich in der Hosentasche trüge, dann würde man nicht betrogen werden.

Übrigens: Wenn man den Glückscent verschenkt, dann wünscht man dem Beschenkten, dass ihm niemals das Geld ausgehen soll.

Hundedreck bringt Glück

Dieser Haufen soll Glück bringen?!

Pflatsch - und mitten hinein in den Hundehaufen getreten! Was ein Pech, könnte man meinen! Viele Menschen sagen jedoch, dieser Tritt in den Hundedreck würde Glück bringen. Andere sagen, wenn einem eine Taube auf die Schulter macht, würde das auch Glück bringen!

Warum das aber so sein soll, da wissen selbst die Wissenschaftler nicht weiter. Vielleicht ist jemand einfach mal in einen Hundehaufen getreten und hat sich so geärgert, dass er sich die Sache mit dem "Glücksbringer Hundedreck" ausgedacht hat.

Übrigens: Wenn die Glücksregel mit dem Hundedreck stimmt, müssten übrigens die Einwohner der französischen Hauptstadt Paris unheimlich glücklich sein. Denn die Vierbeiner hinterlassen in der Stadt täglich um die 25 Tonnen Hundedreck! Haben die’s gut!

Kaminkehrer bringen Glück

Glücksbringer Kaminkehrer.

Angeblich soll es schon reichen, wenn man einfach so mitten auf der Straße einem Kaminkehrer begegnet: Schon hat man richtig viiiiiiel Glück!

Der Kaminkehrer kommt, um die Schornsteine, Öfen und Kessel zu säubern. Früher, als noch mehr mit Holz oder Öl geheizt wurde, da waren die Kamine häufig so dreckig, dass der abgelagerte Ruß auch mal angefangen hat zu brennen. Wenn der Kaminkehrer aber kam, konnte er durchs Putzen ein Feuer verhindern. Also brachte er den Leuten dadurch das Glück, dass es keine Brandgefahr mehr gab.

Übrigens: Den schwarzen Dreck im Kamin nennt man auch "Pech". Der Kaminkehrer macht also das Pech weg. Aber da wo kein Pech mehr ist, muss ja noch lange kein Glück sein, oder?

Rubbeln an Statuen bringt Glück

Glück durch Nasenreiben?

Jedes Münchner Kind weiß, dass es Glück bringt, den Löwen an der Residenz die Nase zu reiben. Genauso wie es Glück bringen soll, die Bremer Stadtmusikanten in Bremen zu streicheln, den Daumen des Till Eulenspiegel in Mölln oder die Nase des Steinernen Mannes in Augsburg anzufassen.

Was genau hinter einem solchen Brauch steckt oder wo er herkommt, weiß kein Mensch. Fest steht, dass sehr viele Leute glauben, wenn sie etwas Heiliges oder Kraftbringendes wie die Löwen berühren, dass dann ein wenig von dieser Kraft auf sie selbst übergeht.

Ob mit oder ohne Glücksbringer – wir wünschen dir allzeit viel Glück!


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