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Fußball: FC Bayern Ohne Kovac ins Achtelfinale der Champions League

2:0 - Das Ergebnis stimmt und der Spielverlauf klingt eigenlich "wie immer": Beim Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Olympiakos Piräus am 6. November 2019 hieß der erste Torschütze Robert Lewandowski, den zweiten Treffer schoß Ivan Perisic. Jetzt steht der FCB im Achtelfinale der Champions League. Doch das Spiel war das erste ohne Trainer Nico Kovac.

Von: Veronika Baum

Stand: 07.11.2019

Beim Champions League-Spiel zwischen dem FC Bayern München und Olympiakos Piräus schießt Robert Lewandowski von München das 1:0. Das Spiel endet 2:0. | Bild: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

In seiner ersten Saison hatte Nico Kovac mit dem FC Bayern 2018/19 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal sowie den DFL-Supercup gewonnen. Als die Leistung des Rekordmeisters Anfang November 2019 nicht mehr stimmte und die Bayern nach zehn Spieltagen mit nur 18 Punkten auf dem vierten Platz der Bundesliga-Tabelle standen, trennte sich der Klub von seinem Trainer.

Auch die Fußball-Experten aus der Klasse 4c der Grund- und Mittelschule Fürth haben eine Meinung zur Trainer-Entlassung beim FC Bayern - und eine Frage: Ist es nicht unfair, dass der Trainer gehen muss, wenn die Spieler schlecht spielen? Die Antwort kommt von BR-Sportreporter Thomas Kattenbeck. Hör rein!

Warum braucht eine Fußballmannschaft einen Trainer?

Als "Zwischenlösung" betreut Co-Trainer Hansi Flick die Mannschaft des FC Bayern. Aber warum geht es eigentlich nicht ganz ohne Trainer? Gerade bei einer Mannschaft wie den Bayern? Schließlich stehen dort elf Fußballprofis mit viel Erfahrung auf dem Platz.

"Ohne geht es leider nicht. Auch in der Schule funktioniert es ja nicht ohne Lehrer. Die Trainer sollen den Spielern ja noch etwas beibringen: Wie sie den Ball richtig stoppen, wie sie am besten schießen und auch wie sie sich während des Spiels verhalten sollen. Außerdem stehen ja zu Beginn des Spiels nur elf Spieler auf dem Fußballplatz, obwohl in einer Mannschaft viel mehr trainieren. Da braucht es dann jemanden, der entscheidet, wer von Anfang an spielt oder wer später eingewechselt wird. Dafür ist der Trainer zuständig."

Thomas Kattenbeck, BR-Sportreporter

Wie wird man Trainer?

Bundestrainer Jögi Löw hat seine Fußball-Lehrer-Lizenz mit der Gesamtnote 1,5 abgeschlossen.

Auch wenn es am Spielfeldrand oder vor dem Fernseher immer so leicht aussieht, ein guter Trainer muss eine ganze Reihe von Eigenschaften mitbringen, um erfolgreich zu sein. Er braucht viel Fachwissen, um eine kluge Taktik zu entwickeln. Außerdem sollte ein Trainer gut mit Menschen umgehen können. Er muss seine Spieler ja motivieren und auch aus elf (oder mehr) Einzelspielern eine Mannschaft formen. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) können sich Jugendliche schon ab 15 Jahren zum Junior-Coach ausbilden lassen. Das Programm ist kostenlos, dauert ungefähr 40 Stunden und wird in den Landesverbänden angeboten. Am Ende gibt es ein Zertifikat.

Wer später einen Bundesliga-Verein trainieren will, muss Fußball-Lehrer werden: So heißt die höchste Stufe der Trainer-Lizenzen, die der DFB vergibt. Allerdings gibt es pro Jahr nur 24 Ausbildungsplätze. Wer sich bewerben will, muss bereits die C-, B- und A-Lizenz erworben haben und eine Aufnahmeprüfung bestehen: Neben kniffligen schriftlichen Aufgaben müssen die Bewerber auch in der Praxis ihr Können zeigen.

Nur ein Job für Männer?

Heute arbeiten auch Frauen als Trainerinnen. Die erste Frau, die eine Fußball-Lehrer-Lizenz des DFB erworben hat, war 1985 Tina Theune-Mayer. Sie trainierte von 1996 bis 2005 die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft - mit großem Erfolg: 2003 wurde Tina Theune-Mayer mit ihrem Team Weltmeisterin.


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