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klaro-Thema Prahlerei mit Goldsteak

Franck Ribéry ist Spitzenfußballer und spielt seit vielen Jahren beim Rekordmeister Bayern München. Und – wie alle Top-Fußballer – verdient er dabei sehr viel Geld. Darf er seinen Reichtum verschwenden, wofür er will? Und: Müssen berühmte Sportler auch Vorbilder sein?

Von: Anne Buchholz

Stand: 18.01.2019

Im Januar 2019 machte Ribéry mit seiner Familie Urlaub in Dubai. In einem Restaurant bestellte er sich ein riesiges mit Blattgold überzogenes Steak und ließ sich dabei filmen, als es ihm serviert wurde. Umgerechnet 1.200 Euro kostete dieses Steak und die Menschen, die Ribérys Filmchen im Internet anschauten, reagierten sehr unterschiedlich. Während einige sich nur fragten, ob man Gold wirklich essen kann, fanden andere es nicht in Ordnung, dass der Fußballer so mit seinem Reichtum prahlt und sein Geld verschwendet.

Franck Ribéry bei einem Fußballtraining des FC Bayern München

Einige beschimpften ihn und seine Familie sogar in ihren Kommentaren. Ribéry antwortete umgehend – und benutzte dabei selber üble Schimpfworte und Beleidigungen. Dafür verdonnerte ihn sein Verein zu einer hohen Geldstrafe: Als Spieler des FC Bayern soll er nämlich nicht nur Tore schießen, sondern auch ein gutes Vorbild für andere sein.

Einige Profi-Basketballspieler des Vereins Skyliners Frankfurt veräppelten Ribéry dann auch noch mit einem Video: Sie spielten die prahlerische Steakszene nach – allerdings mit einer Kartoffel und der Frankfurter Spezialität "Grie Soß" (Grüne Soße). Zugleich spendeten sie dabei Lebensmittel im Wert von 1.200 Euro an die "Frankfurter Tafel". Die unterstützt Menschen, die nicht genug Geld haben, um ihr tägliches Essen zu kaufen – und für den Preis eines Goldsteaks bekommt man eine Menge Lebensmittel!

Bleibt nur noch die Frage: Kann man Gold wirklich essen?

Ein vergoldetes Schnitzel mit 24-karätigem Blattgold

Ja, man kann. Natürlich keine ganzen Goldklumpen, die wären nämlich viel zu hart! Das Gold auf Franck Ribérys Steak allerdings war hauchdünn ausgewalzt, "Blattgold" nennt man es dann. Man spürt es im Mund kaum und es schadet dem Körper nicht. Aber: Es ist tatsächlich nur eine Kochzutat für Angeber - schmecken tut es nämlich nach … NICHTS!


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