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klaro-Thema: Flugtaxi Airbus testet Flugtaxis in Ingolstadt

Die Zukunft lässt grüßen: Der europäische Flugzeugbauer Airbus testet in Ingolstadt zum ersten Mal ein Flugtaxi. Verkehrsminister Scheuer gab am 11. März 2019 den Startschuss für einen Probebetrieb, der mehrere Monate dauern soll. Kritiker fordern, Scheuer soll sich lieber erst einmal um die aktuellen Verkehrsprobleme kümmern.

Von: Susanna Gruber

Stand: 15.03.2019

Auf dem Flugplatz Manching soll der "CityAirbus" erste Probeflüge machen. Flüge über bewohntem Gebiet sind noch nicht erlaubt. In dem Helikopter haben vier Passagiere Platz. Einen Piloten braucht die autonom (= selbstständig/unabhängig) fliegende Drohne nicht. Sie wird elektrisch angetrieben. Ingolstadt ist eine von mehreren europäischen Modellregionen, in denen Passagierdrohnen getestet werden.

Das neuartige Flugtaxi auf der Bühne vor dem Rathausplatz in Ingolstadt.

Verkehrsminister Scheuer will, dass der Einsatz von Lufttaxis künftig gesetzlich erlaubt ist. Er sagte, in seinem Ministerium werde schon über Flugrouten zum Münchner Flughafen diskutiert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz meint allerdings, Scheuer sollte die bestehenden Probleme im Stadtverkehr angehen, statt vom Flugtaxi zu träumen.

Der Oberbürgermeister von Ingolstadt Christian Lösel (links im Bild) mit Experten bei der Vorstellung des Fluggeräts.

Und der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband hält Flugtaxis noch über Jahrzehnte für unrealisierbar und für ein reines superteures Luxusangebot für Milliardäre, die sich vom Flughafen auf das Dach ihres Hotels in der Innenstadt fliegen lassen. Ingolstadts Oberbürgermeister Lösel sieht Flugtaxis nur als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs.

"Flugtaxis sind kein Ersatz für Busse und Bahnen."

Christian Lösel, Oberbürgermeister von Ingolstadt

Airbus bietet etwa im brasilianischen Sao Paulo bereits einen Helikoptertaxidienst an – allerdings mit normalen Hubschraubern und Piloten an Bord.


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