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radioMikro-Kinderbuch-Tipp Fanny und wie sie die Welt sieht (Alexa Hennig von Lange)

Wie lebte man vor 250 Jahren? Wie zog man sich an? Wie feierte man Feste? Wie wurden Kinder erzogen? Antworten auf diese Fragen findet man normalerweise in einem Sachbuch. Bei "Fanny und wie sie die Welt sieht" sind sie in eine durchweg spannende Geschichte verpackt.

Von: Silke Wolfrum

Stand: 28.02.2019

Buchcover: "Fanny und wie sie die Welt sieht" | Bild: Thienemann; Montage: BR

Fanny ist elf Jahre alt und hat ausnahmsweise mal ein richtig gut vorbereitetes Referat vorzuweisen. Das Thema: Wolfgang Amadeus Mozart. Doch bevor sie es halten kann, bekommt sie irgendetwas an den Kopf geschleudert und sie landet im Jahr 1768. In Jeans und T-Shirt ist sie auf einmal umgeben von Damen in Ballonröcken und Perücken und Herren in pinkfarbenen Seidenmänteln und weißen Kniestrümpfen. Sie staunt nicht schlecht darüber, wie man an einem königlichen Hof damals lebte - und mir ihr staunen die Leser:

"Ich finde es witzig, dass die sich nicht mit Wasser gewaschen haben, weil da angeblich so viele Bakterien drin sind und dass sie sich einfach nur mit Parfüm eingesprüht haben."

Testleserin Fanny, 9 Jahre

Infos zum Buch:

Fanny und wie sie die Welt sieht
Alexa Hennig von Lange
Thienemann Verlag 2018
Ab 9 Jahren

"Fanny und wie sie die Welt sieht" ist aber kein Sachbuch über Mozart oder das 18. Jahrhundert, sondern eine spannende Geschichte. Denn Fanny will zurück ins Jahr 2018, obwohl sie es da gar nicht so leicht hatte: Zoff mit Schwestern und Eltern und Ärger in der Schule! Ob sie's wohl schafft?

So gefällt uns das Buch:

Die "Sachinformationen" bereichern die Geschichte, ohne dem Spannungsaufbau zu schaden. In dem Buch stecken viele Themen und die Verknüpfung der zwei Zeitebenen macht es zu etwas Besonderem. Unsere 9-jährige Testleserin Fanny, die zufällig so heißt wie die Heldin, empfiehlt das Buch gleichaltrigen Jungs und Mädchen - ganz egal, ob sie sich für Mozart und Musik interessieren oder nicht.


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