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klaro-Thema: Verkehrssicherheit Diskussionen um Kampagne für Fahrradhelme

Eigentlich weiß es jeder: Radeln mit einem Helm ist einfach sicherer! Wenn man nämlich stürzt und auf den Kopf fällt, dann kann ein Helm vor schweren Verletzungen schützen. Und da sind die meisten Kinder viel vernünftiger als die Erwachsenen.

Von: Friederike Breyer

Stand: 29.03.2019

Denn von den "großen" Radfahrern setzen einige nämlich keinen Helm auf – sie finden, dass das blöd aussieht. Vor allem viele junge Erwachsene zwischen 17 und 30 Jahren können sich so gar nicht mit dem Fahrradhelm anfreunden.

Leicht bekleidete Models auf Plakaten der neuen Fahrradhelm-Kampagne.

Deswegen hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU eine Kampagne in Deutschland gestartet, damit sich wirklich alle mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Zu sehen sind auf großen Plakaten junge Frauen und Männer, die - sagen wir mal - außer einem Fahrradhelm nicht viel anhaben. Darüber ist nun ein riesiger Streit entbrannt. Viele Politiker und Politikerinnen finden die Aktion peinlich und sind der Meinung, dass es für eine Kampagne nicht unbedingt so viel nackte Haut bräuchte. So hat zum Beispiel Bundesfamilienministerin Franziska Giffey von der SPD ein Bild von sich mit Fahrrad und Helm auf Facebook gepostet und darunter geschrieben:

"Lieber Andreas Scheuer: Mit Helm geht auch angezogen!"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Verkehrsministerium verteidigt die Kampagne

Junge Menschen tragen meist keinen Fahrradhelm, wie eine Umfrage zeigt.

Andreas Scheuer sieht das alles ein bisschen anders: Er findet die Kampagne gut, denn sie soll seiner Meinung nach provozieren, Aufmerksamkeit erregen und ein "Hingucker" sein. Deshalb hat er auch die Motivwahl mit den leicht bekleideten Models verteidigt. Denn der Minister ist davon überzeugt, dass er damit genau die Gruppe von jungen Erwachsenen anspricht, die bisher keinen Helm aufsetzen und es sich in Zukunft vielleicht doch noch anders überlegen.


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