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klaro-Thema: Plastik EU will Wegwerfprodukte aus Plastik verbieten

Weil sie so schädlich für unsere Umwelt sind, soll es in absehbarer Zeit keine Plastikartikel wie Strohhalme, Geschirr, Besteck und Wattestäbchen mehr geben. Das möchte die EU-Kommission erreichen. Dazu hat sie am 28. Mai 2018 konkrete Vorschläge gemacht.

Von: Linda Sundmäker

Stand: 06.06.2018

Zeichnung von Rosa aus der Klasse 4b der Grundschule Landau a. d. Isar | Bild: BR

Es geht vor allem darum, dass unsere Meere besser geschützt werden. Wissenschaftler schätzen, dass in etwas mehr als dreißig Jahren mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren schwimmen. Momentan landen laut EU-Kommission jede Sekunde etwa 700 Kilogramm Plastikmüll in den Ozeanen. Deshalb dürfen wir nicht mehr so viele solcher Produkte benutzen. Auch Getränkeflaschen aus Plastik hat die EU-Kommission im Blick: Sie sollen künftig in der gesamten EU nicht mehr einfach weggeworfen, sondern wiederaufbereitet werden. Am besten über ein Pfandsystem, wie es das bei uns in Deutschland schon gibt.

Es gibt gute Alternativen

Auch Plastiktrinkhalme sollen verboten werden.

Schon heute findet man in Supermärkten Teller, Besteck, Wattestäbchen und so weiter aus umweltfreundlicherem Material, bei Tellern zum Beispiel aus Pappe. Und diese Artikel sind auch nicht besonders teuer. Mit den Plastiktüten hat es ja auch ganz gut geklappt. Seit etwa drei Jahren dürfen Geschäfte solche Tüten nicht mehr kostenlos hergeben und inzwischen gehen die Kunden viel öfter mit eigenen Taschen oder Stoffbeuteln einkaufen.

Wann werden die Pläne umgesetzt?

Die Vorschläge der EU-Kommission gegen den Plastikmüll müssen jetzt erstmal vom EU-Parlament und von den Regierungen der Mitgliedsländer angenommen werden. Das wird aber sicher eine ganze Weile dauern, Experten schätzen bis mindestens Ende 2019.


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