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klaro-Thema: Erdbeben Forscher vermuten Vulkan in Deutschland

Im Dreiländereck zwischen Sachsen, Bayern und Tschechien sind im Mai 2018 sehr viele Erdbeben gemessen worden. Insgesamt gibt es dort jetzt immer öfter Erschütterungen. Forscher vermuten nun, dass sich ein Vulkan unter der Erde befindet.

Von: Susanna Gruber

Stand: 21.07.2018

Zeichnung von Marie aus der Grundschule Miesbach | Bild: BR

Seit dem Himmelfahrtstag am 10. Mai gab es im Vogtland so genannte Schwarmerdbeben. Laut dem Deutschen Geo-Forschungszentrum in Potsdam hat die Erde viele Tage hintereinander immer wieder gebebt – insgesamt waren es mehr als 1.000 Beben, einige waren auch für Menschen spürbar.

Die Erde bebt immer öfter

Der letzte Erdbebenschwarm in der Region liegt nur ein Jahr zurück. Bisher gab es einen Abstand von drei Jahren. Deshalb interessieren sich die Geologen nun besonders für diese Gegend. Wissenschaftler des Deutschen Geo-Forschungszentrums in Potsdam vermuten, dass sich im Erdbebengebiet ein Vulkan unter der Erde befindet.

"Wir glauben, dass wir einen erwachenden Vulkan beobachten."

Erdbebenforscher Torsten Dahm

Um das zu überprüfen, wollen die Forscher in dem Dreiländereck in die Erde bohren - bis zu 400 Meter tief.

Erdbeben war auch in Bayern zu spüren

Eines der Erdbeben hatte am 22. Mai sein Zentrum in Tschechien und die Stärke 4,2 auf der Richterskala. Die Menschen berichteten, dass Gläser im Schrank geklirrt haben und dass die Haustiere unruhig wurden. Das Beben war auch im Nordosten Bayerns noch deutlich zu spüren


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