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klaro-Lupe: Computerspiel Computerspiel Fortnite – Gefährlich oder harmlos?

Das Computerspiel "Fortnite" begeistert Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, möglichst viele Gegner abzuschießen. Seit März 2018 kann man Fortnite mit einer kostenlosen App auch auf dem Smartphone spielen. Nun kann man also auch jederzeit unterwegs oder bei Freunden Gegner umnieten.

Von: Claudia Schaffer und Simone Wichert

Stand: 16.03.2018

Kinderzeichnung von Emma der Klasse 4a der Grundschule Neu-Ulm Burlafingen zum Thema Fortnite | Bild: BR

Die Idee des Spiels Fortnite ist, dass 100 Spieler so lange aufeinander schießen, bis nur noch einer übrig bleibt. Anfangs fliegt ein Schlachtenbus mit allen Mitspielern über eine Insel und jeder kann selbst entscheiden, wann und wo er mit einem Fallschirm aus dem fliegenden Bus abspringen möchte. Wo sich die anderen Teilnehmenden befinden, ist nicht ersichtlich. Gewonnen hat der oder die letzte Überlebende. Das Spiel ist schon ab 12 Jahren freigegeben, obwohl man darin viel herumballern und jede Menge Gegner erledigen muss.

Allein oder mit mehreren Mitspielern

Fortnite kann man allein spielen oder zusammen mit bis zu drei anderen Spielern. In den USA gibt es die kostenlose App-Version fürs Smartphone seit Juli 2017 und das Spiel ist überaus erfolgreich: Die Spielefirma Epic Games meldet bis März 2018 40 Millionen Downloads weltweit. Es dürften noch deutlich mehr werden, weil es die App seit Anfang 2018 auch in Europa kostenlos gibt. Wie beliebt das Spiel bereits ist, zeigt, dass neulich zwei Millionen Spieler gleichzeitig online waren.

Klare Zeitvorgaben

Viele Eltern und Lehrer fragen sich, ob das Spiel Fortnite eigentlich gefährlich ist, weil darin Waffen wie Maschinengewehre ganz selbstverständlich benutzt werden. Medienpädagogen sehen den Boom von Fortnite eher gelassen. Es handle sich um eine Shooterversion im Comicstil mit lustigen Elementen. Getroffene Spieler "bluten" auch nicht, sondern verschwinden in einer blauen Lichtwolke. Die Gewalt gegen andere Spieler sei nicht überspitzt dargestellt, sagt Testerin Saskia Moes von der nordrheinwestfälischen Initiative "Spieleratgeber". Sie rät Eltern, ihren Kindern klare Zeitvorgaben zu machen: 11- bis 13-Jährige sollten nicht länger als 60 Minuten pro Tag spielen.


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