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klaro-Thema: EU-Austritt Der Streit über den Brexit-Austrittsvertrag

Großbritannien will am 29. März 2019 die Europäische Union, kurz EU, verlassen. Das haben die Briten vor etwa zweieinhalb Jahren bei einer Volksabstimmung beschlossen. Seit Monaten streiten die Politiker in Großbritannien nun über den Austrittsvertrag.

Von: Susanna Gruber

Stand: 25.01.2019

Zeichnung von Nele aus der Klasse 4c der Grundschule Eichenau | Bild: BR

Das Austrittsabkommen regelt zum Beispiel die Rechte der EU-Bürgerinnen und Bürger, die in Großbritannien leben und auch die Rechte der Briten, die in EU-Ländern wohnen. Sie sollen weiterhin dort leben, arbeiten und studieren können. In dem Austrittsvertrag steht außerdem, wie viel Geld Großbritannien dafür bezahlen muss, dass es aus der EU austritt. Und noch ein wichtiger Punkt: Das Abkommen sichert auch die offene Grenze zwischen Nordirland (ein Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien) und dem EU-Mitglied Irland.

Britisches Parlament stellt sich quer

Premierministerin Theresa May

Die EU und Großbritannien haben lange über den Austrittsvertrag verhandelt und schließlich einen Kompromiss gefunden. Doch damit ist das britische Parlament nicht einverstanden und hat bisher nicht zugestimmt. Premierministerin May hat mittlerweile ihren neuen Plan zum Brexit vorgestellt, doch dabei keine konkreten Neuerungen präsentiert. Sie sagte vor allem, was sie nicht will: dass der Brexit-Termin verschoben wird und dass es eine zweite Volksabstimmung gibt. Außerdem schließt sie weiterhin nicht aus, dass Großbritannien die EU ohne Abkommen verlässt. Das wäre dann der "No-Deal-Brexit". Welche Folgen dieser für die Menschen und Firmen hätte, weiß niemand. Ein Austritt mit Vertrag wird als "geordneter Brexit" bezeichnet.  

Was ist der Brexit eigentlich?

Mit "Brexit" ist der Austritt des Landes Großbritannien aus der Europäischen Union gemeint.  Das Wort "Brexit" setzt sich zusammen aus den Wörtern "britisch" und "Exit" (= Ausgang).  


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