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klaro-Thema: Wildtiere Berggorillas sind nicht mehr vom Aussterben bedroht

Für den Berggorilla gibt es neue Hoffnung. Lebten vor zehn Jahren weltweit nur noch schätzungsweise 680 Menschenaffen, gibt es heute wieder mehr als 1000 Tiere. Das geht aus der neuen "Rote Liste" hervor.

Von: Claudia Schaffer

Stand: 23.11.2018

Die "Rote Liste", das ist ein Bericht der Internationalen Weltnaturschutzunion, der jedes Jahr Tausende Tier- und Pflanzenarten aufzählt, die als besonders gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht gelten. Berggorillas stehen schon seit Jahrzehnten auf der Roten Liste. Bislang galten sie immer als vom Aussterben bedroht. Das hat sich nun geändert.

Gorillas sind immer noch stark gefährdet

Die Lage der Berggorillas hat sich zwar leicht verbessert, aber es gibt immer noch so wenig Tiere, dass Gorillas als stark gefährdet gelten. Es gibt zum Beispiel keine Berggorillas in Zoos. Das liegt daran, dass sie in großer Höhe leben, in Gebirgswäldern auf 2.000 bis 4.000 Metern Höhe. Die meisten Berggorillas bewohnen Gebirgswälder in Afrika, etwa Schutzgebiete in Uganda und Ruanda. Ihr Lebensraum ist aber zum Teil bedroht. In Uganda wurde zum Beispiel in den Gebirgswäldern Erdöl gefunden. Sollte es gefördert werden, können die Menschenaffen dort nicht mehr leben.

Wachsender Gorilla-Tourismus

Dass Menschen Gorillas faszinierend finden, hilft den Tieren. Der Gorilla-Tourismus ist zu einer wachsenden Einkommensquelle für die Länder in Afrika geworden. Bis zu zehntausend Menschen reisen jedes Jahr in die afrikanischen Wälder. Bislang scheinen die Affen davon zu profitieren. Menschenaffen, die regelmäßig von Touristengruppen besucht werden, können von Tierärzten behandelt werden und werden nicht gejagt.


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